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Ostkreis Albshausen ist "Feuerwehr des Monats"
Landkreis Ostkreis Albshausen ist "Feuerwehr des Monats"
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20:00 28.10.2019
Staatssekretär Dr. Stefan Heck (Mitte) ehrte die Feuerwehr Albshausen als Hessens Feuerwehr des Monats September. Quelle: Erwin Dörr
Albshausen

„Die Freiwillige Feuerwehr Albshausen hat eine eindrucksvolle Öffentlichkeitsarbeit in Gang gesetzt, die nicht nur für die eigene Wehr, sondern für Feuerwehren im gesamten Landkreis sowie im Verbreitungsgebiet der Oberhessischen Presse einen positiven Effekt hatte“, lobte Heck während der feierlichen Verleihung im Dorfgemeinschaftshaus Albshausen.

Die Brandschützer aus dem Rauschenberger Ortsteil hatten vor zwei Jahren OP-Redakteurin Nadine Weigel in ihren Reihen aufgenommen. Die 39-jährige Albshäuserin hatte seither ihre Ausbildung in der Feuerwehr dokumentiert und „so dafür gesorgt, dass alle Zeitungsleserinnen und -leser der Region über die technischen und fachlichen Kompetenzen von Feuerwehrangehörigen sowie deren großartiges ehrenamtliches Engagement informiert und für die Belange der freiwilligen Feuerwehren sensibilisiert sind“, betonte Heck.

Hier geht's zu weiteren Videos von Nadine Weigel auf ihrem Weg zur Feuerwehrfrau

Er hob vor allem die Videos hervor, die Weigel für den Youtube-Kanal und den Online-Auftritt der OP produziert hat. „Für diese ungewöhnliche und gleichwohl innovative Art der Öffentlichkeitsarbeit würdige ich heute Albshausen gerne mit der Auszeichnung zur Feuerwehr des Monats September 2019“, sagte der Staatssekretär, der selbst auf die Videos aufmerksam geworden war und Albshausen als bisher kleinste Wehr überhaupt im Hessischen Ministerium für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte. 

"Ohne das Ehrenamt geht es heutzutage nicht"

Auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer freute sich über die Auszeichnung – schließlich ist die FF Albshausen bei insgesamt 145 Preisträgern in den vergangenen 12 Jahren erst die neunte Feuerwehr des Monats im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Schäfer betonte, dass die Videos der Oberhessischen Presse ein tolles Aushängeschild für die Feuerwehrarbeit in ganz Marburg-Biedenkopf seien.

„Diese Videos sind besser als ein bezahlter Imagefilm für viel Geld. Denn sie sind dank deiner authentischen Art eben außergewöhnlich“, sagte Lars Schäfer augenzwinkernd in Richtung Nadine Weigel. Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich und Stadtbrandinspektor Günter Schmidt lobten die gute Zusammenarbeit der Albshäuser mit den anderen Rauschenberger Wehren.

„Ohne das Ehrenamt geht es heutzutage nicht“, betonte Emmerich, der auch erwähnte, dass die FF Albshausen stets von ihrem Förderverein sehr gut unterstützt werde – zum Beispiel bei der Anschaffung von Gerätschaften. Klaus Weber vom Landkreis freute sich über die Wertschätzung und Anerkennung des Landes. Es sei eine „besondere Geste, dass solch eine kleine Wehr ausgezeichnet wird.“

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Albshausen verfügt über 18 aktive Einsatzkräfte und hat im vergangenen Jahr sieben Einsätze geleistet. „In Albshausen sind seit vielen Jahren überaus aktive Brandschützerinnen und Brandschützer am Werk, die sich mit großer Begeisterung für die Belange ihrer Feuerwehr einsetzen. Für dieses tolle Engagement und ihre wichtige Arbeit gebührt Ihnen nicht nur großes Lob, sondern auch Rückendeckung.

Anerkennungsprämie wird gespendet

Für die Landesregierung genießt die Förderung der Feuerwehren hohe Priorität. Deshalb wurden die Mittel für den Brandschutz in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht“, betonte Staatssekretär Heck. Allein im Landkreis Marburg-Biedenkopf seien in den vergangenen Jahren 14 neue Fahrzeuge sowie drei Feuerwehrhäuser mit einer Gesamthöhe von mehr als einer Million Euro gefördert worden.

Markus Weigel, stellvertretender Wehrführer in Albshausen, nutzte dieses Stichwort, um dem hohen Besuch aus Wies­baden das eigene Feuerwehrhaus zu zeigen. Dieses ist so klein, dass erst das Einsatzfahrzeug aus der Halle gefahren werden muss, bevor sich die Feuerwehrleute umziehen können.

18 Jahre lang hatten die Albshäuser für einen Neubau gekämpft. Dem Antrag wurde erst im September in der Rauschenberger Stadtverordnetenversammlung grünes Licht erteilt. Nun hoffen die Albshäuser auf einen Baubeginn im Herbst 2020.

Mit der Auszeichnung geht eine Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro einher. Diese wollen die Albshäuser spenden. 250 Euro gehen an die Jugendfeuerwehr. Die anderen 250 Euro geht an das Kinderhilfsprojekt „Help for Miro“ von Nadine Weigel, das sich um Waisenkinder in Kenia kümmert.

Am Montag, 28. Oktober, erscheint in der OP der zweite Teil von Weigels Reportage über die Ausbildung zur Atemschutzgeräteträgerin.

von unseren Redakteuren