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Ostkreis Entscheidung in der Kampfabstimmung
Landkreis Ostkreis Entscheidung in der Kampfabstimmung
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18:00 31.08.2021
Fabio Henkel (hinten, von links), Bürgermeister Christian Somogyi, Gunther Hahn, Uwe Wiegand, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Falk Meier (mittlere Reihe, von links), Jan Fisbek, Florian Wiegand, Ex-Stadtbrandinspektor Ulrich Weber (vorne, von links), Christoph Lütt, der neue Stadtbrandinspektor Patrick Schulz und Daniel Prinz. 
Fabio Henkel (hinten, von links), Bürgermeister Christian Somogyi, Gunther Hahn, Uwe Wiegand, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Falk Meier (mittlere Reihe, von links), Jan Fisbek, Florian Wiegand, Ex-Stadtbrandinspektor Ulrich Weber (vorne, von links), Christoph Lütt, der neue Stadtbrandinspektor Patrick Schulz und Daniel Prinz.  Quelle: Heinz-Dieter Henkel
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Stadtallendorf

Nach Corona-bedingtem Ausfall fand nach rund zweieinhalb Jahren wieder eine Hauptversammlung der Stadtallendorfer Wehren in der Stadthalle statt. Im Rückblick berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Weber über 167 Einsätze im Berichtsjahr 2019. 36 Mal mussten die Wehren zu Brandeinsätzen ausrücken, 54 Mal leisteten sie Hilfe – und 28 Mal kam es zu Fehlalarmen. Hinzu kamen 49 Brandsicherungsdienste.

Das Jahr 2020 war noch keine Stunde alt, als die Feuerwehr Mitte bereits ihren ersten Einsatz hatte. Eine Feuerwerksbatterie hatte einen kleinen Flächenbrand ausgelöst. Es folgten 159 weitere Einsätze – 33 Brandeinsätze, 81 Hilfeleistungen, 26 Fehlalarme und 20 Brandsicherungsdienste. Im Jahr der Pandemie seien die Hilfeleistungen mit 81 deutlich in die Höhe geschnellt, während Brandsicherungsdienste wegen ausfallender Veranstaltungen deutlich rückläufig waren. „Im Großen und Ganzen sind wir Feuerwehrleute recht gut durch die Pandemie gekommen“, schloss Weber seine Rückschau.

Müller: „Wir stehen in den Startlöchern“

Über das Jahr 2019 konnte der Sprecher der Ehren- und Altersabteilung Joachim Müller noch von einer gemeinsamen Tagesfahrt in den Harz, einem Grillnachmittag, vom Seniorennachmittag des Kreisfeuerwehrtags, sowie dem Jahresabschluss in Niederklein berichten. In 2020 sei dann leider alles ausgefallen. „Wir stehen in den Startlöchern und wollen weitermachen“, schloss Müller seinen Rückblick.

Ähnliches berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Falk Meier. Fanden in 2019 noch gemeinsame Aktivitäten wie Tagesfahrt, Ausrichtung des Kreiskinderfeuerwehrtags in Stadtallendorf sowie die Teilnahme an Wettbewerben statt, ruhten in 2020 alle Aktivitäten. Stolz sei man darauf, dass zehn Jugendliche in die jeweiligen Einsatzabteilungen gewechselt sind.

Kurz, knapp und eher kabarettistisch fiel der Bericht von Kassenwart Harald Fischer aus: „Der Aufwärtstrend ist gestoppt.“ Man habe sich dazu entschlossen die Kasse aufzulösen und habe das eher bescheidene Vermögen bereits auf die verschiedenen Einsatzabteilungen aufgeteilt. Dies ließ sich der letzte Kassenwart von der Versammlung bestätigen und trat ab.

Für die darauffolgenden Neuwahlen hatten die Brandschützer vorgesorgt. Für die 118 wahlberechtigten Aktiven der Einsatzabteilungen standen zwei Wahlkabinen bereit, in denen alle mit eigenen Kugelschreibern abstimmen konnten. Gleich zweimal mussten die Feuerwehrleute antreten, galt es doch, sowohl den Stadtbrandinspektor wie auch seinen Stellvertreter aus jeweils zwei Kandidaten auszuwählen.

Nach Auszählung der Stimmen stand fest: Patrick Schulz hatte sich mit 66 zu 52 Stimmen gegen Amtsinhaber Ulrich Weber durchgesetzt. Noch deutlicher fiel die Wahl des stellvertretenden Stadtbrandinspektors aus – Christoph Lütt setzte sich klar gegen Henning Fisbeck durch.

Die Stadtallendorfer Feuerwehren trafen sich zur Jahreshauptversammlung. Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Alle weiteren Wahlen wurden durch Handzeichen vorgenommen. Alter und neuer Stadtjugendfeuerwehrwart ist Falk Meier. Zu seinem Stellvertreter wurde Jan Fisbeck gewählt. Chef der Ehren- und Altersabteilung bleibt Joachim Müller. Der neue Schriftführer heißt Daniel Prinz. Er folgt auf Celina Henkel, die ebenso aus dem Vorstandsgremium ausschied wie Kassenwart Harald Fischer und der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Schneider.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) wies darauf hin, dass sich Stadtallendorfs Bürger stets auf die Feuerwehr verlassen können. Er lobte die bisherige gute, sachliche Zusammenarbeit und hoffe darauf, dieses vertrauensvolle Verhältnis mit dem neuen Stadtbrandinspektor fortzuführen. Gerade bei Sicherstellung des Brandschutzes bei Straßensperrungen durch Umbau der A 49, einer Interimslösung beim geplanten Neubau des Feuerwehrstützpunkts (Baubeginn im Herbst), sowie der Erstellung des neuen Feuerwehrbedarfsplans (2022) kämen große Herausforderungen sowohl auf die Feuerwehr als auch auf die Stadt zu.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer lobte die Stadt Stadtallendorf dafür, ihre freiwillige Feuerwehr hervorragend ausgerüstet zu haben und versprach mehr Lehrgänge in 2021 und 2022 anzubieten, um die durch den Ausfall in der Corona-Pandemie entstandenen Rückstände aufzuholen.

Zudem wurde Fabio Henkel zum stellvertretenden Wehrführer von Hatzbach ernannt und durfte vor großem Publikum seinen Eid ablegen. Ingo Heilmann und Florian Wiegand wurden zu Brandmeistern, Christoph Lütt zum Oberbrandmeister und Gunther Hahn sowie Uwe Wiegand zu Hauptbrandmeistern ernannt.

Fabio Henkel wurde zum stellvertretenden Wehrführer von Hatzbach ernannt.  Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Von Heinz-Dieter Henkel

31.08.2021
31.08.2021