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Ostkreis Feuerwehr Halsdorf bekommt Erweiterungsbau
Landkreis Ostkreis Feuerwehr Halsdorf bekommt Erweiterungsbau
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21:00 10.07.2021
Zusammen mit Mitgliedern der Einsatzabteilung nahm Wehrführer Klaus Koch (links) den symbolischen Schlüssel von Bürgermeister Heiko Dawedeit entgegen.
Zusammen mit Mitgliedern der Einsatzabteilung nahm Wehrführer Klaus Koch (links) den symbolischen Schlüssel von Bürgermeister Heiko Dawedeit entgegen. Quelle: Michael Rinde
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Halsdorf

„Das war kein Zustand mehr“, kommentierte Wohratals Bürgermeister Heiko Dawedeit die Situation im Feuerwehrgerätehaus in Halsdorf vor dem Umbau und dem Anbau einer Fahrzeughalle. Dieser Tage übergab Dawedeit namens der Gemeinde den komplett fertigen Bau offiziell an die Feuerwehr Halsdorf. Jetzt gibt es getrennte, zeitgemäße Umkleiden für Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, einen ordentlichen Schulungsraum, eine eigene kleine Werkstatt und all das nach den aktuellen Normen und ausreichend groß. Der Wehr stehen jetzt 130 Quadratmeter Nutzfläche für ihre ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung, das ist mehr als doppelt so viel wie bisher.

Das Fahrzeug der Halsdorfer Feuerwehr ist bereits seit November in der neuen Fahrzeughalle. Dort ist dann auch genügend Raum für ein noch anzuschaffendes neues Fahrzeug, das die Halsdorfer Wehr sehnsüchtig erwartet und das im Bedarfsplan der Gemeinde Wohratal auch vorgesehen ist. Das momentane Fahrzeug ist bereits seit 32 Jahren im Dienst, in aller Regel sind für Feuerwehrfahrzeuge maximal 25 Jahre Dienstzeit vorgesehen.

Für die kleine Gemeinde Wohratal war das Projekt „Feuerwehrgerätehaus Halsdorf“ ein großes Vorhaben aus finanzieller Sicht. Aber eines, das seit langem unbestritten notwendig war und hinter dem die politischen Gremien der Gemeinde seit Jahren einhellig gestanden haben. „Es ist selbstverständlich, dass unsere Wehren eine gute Grundlage bekommen“, sagte Bürgermeister Dawedeit dazu. Das Vorhaben kostete Wohratal unter dem Strich 430000 Euro, 352000 Euro waren ursprünglich veranschlagt. Doch es gab Probleme mit einem früheren Heizöltank und dem Fußboden im Altbau. Letzterer musste komplett erneuert werden, und der Ausbau des Öltanks war am Ende sehr aufwendig.

Im Jahr 2012 erste Überlegungen

Die Anfänge für die Umbaupläne liegen schon weiter zurück im Jahr 2012, als erste Überlegungen begannen, wie Dawedeit der OP berichtete. Seinerzeit gab es zuerst Gedanken an einen entsprechenden seitlichen Anbau an das bestehende Gebäude. Doch das ließ sich aus Grundstücksgründen nicht weiter verfolgen. Erst im Jahr 2017 kam das Vorhaben wieder auf die Tagesordnung, dann mit noch mehr Dringlichkeit. Denn das Gebäude entsprach so auch nicht mehr den Vorgaben für ein zeitgemäßes Gerätehaus. „Insgesamt haben wir fünf Varianten geprüft und miteinander besprochen“, erinnert sich Halsdorfs Wehrführer Klaus Koch rückblickend und lobte an dieser Stelle die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Bürgermeistern Dawedeit und dessen Vorgänger Peter Hartmann.

„Die Einsatzabteilung ist zufrieden mit dem, was wir bekommen haben“, sagt Wehrführer Koch. Bei der Pflasterung der neuen Aus- und Einfahrt und die nötigen Parkplätze legten Feuerwehrleute mit anderen Halsdorfern gemeinsam Hand an bei mehreren Aktionstagen. Alles musste dabei unter den entsprechenden Hygienevorschriften während der Pandemie geschehen, was die Organisation erschwerte.

Interesse an Eintritt bei der Feuerwehr

Der Halsdorfer Einsatzabteilung hat der Um- und Neubau aber schon jetzt gut getan, wie Wehrführer Koch berichtet. Denn: „Wir haben inzwischen 20 Mitglieder und 2 weitere Interessierte, auch wegen unserer neuen Räume.“ Zudem verfügt die Wehr jetzt über acht aktive Atemschutzgeräteträger, speziell qualifizierte Feuerwehrleute, die mit Atemschutzgerät bei Bränden eingesetzt werden – auch in Gebäuden. Zwei weitere Halsdorfer Feuerwehrleute wollen den Lehrgang zum Geräteträger absolvieren, sobald sie einen Platz bekommen. Damit erfüllt Halsdorfs Wehr laut Klaus Koch auch die Kriterien des Landes für eine Förderung für das neue Fahrzeug. Das soll groß genug sein, um eine Gruppe, also neun Feuerwehrleute, an einen Einsatzort zu bringen. Ein vergleichbares Fahrzeug vom Typ „LF10/6“ steht derzeit bereits in Wohra und gehört dort zum Katastrophenschutzzug. Zu den engen Begleitern des Bauprojektes gehörte auch Halsdorfs Ortsbeirat, der der Feuerwehr weitere Hilfe und Unterstützung zusagte, wenn die Wehr Bedarf habe.

Von Michael Rinde

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