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Ostkreis Ferienspiele, Fahrten, Vorschriften
Landkreis Ostkreis Ferienspiele, Fahrten, Vorschriften
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18:00 15.03.2021
Kanutouren (hier mit Sebastian Habura) gehören zu den äußerst beliebten Programmpunkten der Ferienspiele.
Kanutouren (hier mit Sebastian Habura) gehören zu den äußerst beliebten Programmpunkten der Ferienspiele. Quelle: Florian Lerchbacher
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Stadtallendorf

„Es kann natürlich sein, dass wir die Veranstaltungen noch beschneiden oder gar ausfallen lassen müssen.“ Ein Satz, den Stadtallendorfs Stadtjugendpfleger Sebastian Habura nur ungern ausspricht, der aber bei der Organisation von Ferienspielen beziehungsweise Fahrten derzeit immer im Hinterkopf herumschwirrt. Wer weiß schließlich, wie sich die Corona-Pandemie und die Infektionszahlen entwickeln und was wann überhaupt möglich sein wird? Entsprechend haben Habura und sein Stellvertreter Sebastian Richter gleich in jeweils drei Varianten Pläne und Angebote für die Oster- und Sommerferien entwickelt, sodass sie gegebenenfalls auch kurzfristig auf Entwicklungen reagieren können.

„Es ist immer die Frage, welches Hygienekonzept und welche Vorgaben dann gelten“, sagt Habura. Sicher sei schon jetzt, dass die beliebte Fahrt nach Bad Kissingen vom 17. bis 31. Juli beispielsweise nicht mit 70 Teilnehmern stattfindet, sondern maximal mit 50 (40 Kinder und Jugendliche und 10 Betreuer). Es könnte aber auch sein, dass es nur zwei einwöchige Freizeiten mit maximal 24 Teilnehmern (18 plus 6) oder sogar nur eine Fahrt über eine Woche mit zehn Teilnehmern (8 plus 2) geben wird. Kommt Zeit, kommt Rat, lautet an dieser Stelle das Credo.

Fest jedenfalls steht, dass die Mitarbeiter der Jugendpflege mit den Hufen scharren und einen großen Bedarf sehen, den Kindern und Jugendlichen wieder Angebote zu machen. Eigentlich laute das Motto, die Kinder „von zuhause rausholen“, betont Habura – aufgrund von Corona spiele sich aber nahezu alles derzeit digital und in den heimischen vier Wänden ab. Und so heiße es jetzt: „Back to the roots“ (zurück zu den Wurzeln): „Es ist dringend notwendig, dass die Kinder wieder ein soziales Miteinander erleben können.“ Außerdem bräuchten sie die Bewegung.

Osterprogramm mit 28 Punkten

„Bei 60 bis 70 Prozent der Jugendlichen habe ich einen deutlichen körperlichen Verfall wahrgenommen“, sagt der Jugendpfleger und spricht in Sachen Ursache von einer Mischung aus mangelnder Bewegung und zu vielen Genussmitteln: „Die meisten sind schlicht überfordert mit dem Zuhausebleiben und dem Nichtstun.“ Viele Eltern hätten sogar Hilfsbedarf bei der Jugendpflege angemeldet – ein daraufhin gemachtes Lernhilfe-Angebot werde aber nicht so genutzt, wie die Organisatoren es angesichts der vorherigen Anfragen erwartet hätten.

Nun hat die Jugendpflege für die Osterferien ein Programm mit 28 Punkten zusammengestellt. Ein Großteil der Angebote werde unter freiem Himmel stattfinden, dennoch gelten für die Teilnehmer die AHA-Regeln. „Sicherheit hat höchste Priorität“, stellt der Jugendpfleger heraus. Entsprechend dürften maximal acht Kinder mitmachen (im Fall der Fälle vielleicht sogar nur vier). Um den Transport zu den Veranstaltungsorten müssen sich daher auch die Eltern selber kümmern.

Los geht es am 6. April mit einem Fotoprojekt und einer Fahrradtour. Bis Samstag, 17. April, gibt es an jedem Werktag mehrere Angebote – vom Skaten über die Zubereitung von grüner Soße und das „Geocachen mit Hatzbacher Kids“ sowie den Besuch einer Alpaka-Farm bis hin zu Dart- oder Fifaturnieren oder dem „Abenteuer mit Pferden“. Am Donnerstag, 8. April, trifft sich zwischen 15 und 16.30 Uhr eine neu zu gründende „Jungs AG“ – mit dem Ziel, in Zukunft einmal wöchentlich zusammenzukommen. Dies solle an die Erfolge der sogenannten „Mädchen AG“ anknüpfen, erklärt Sebastian Richter, der stellvertretende Stadtjugendpfleger. Er kümmert sich auch um die „drei Tage im Wald“, an denen er sich mit Kindern im Herrenwald auf die Spuren von Märchen begeben will.

Vier Schwerpunkte für den Sommer geplant

Für den Sommer sind dann vier Veranstaltungsschwerpunkte vorgesehen. Auch dann gibt es wieder Ferienspiele vor Ort – zwischen dem 8. und dem 20. August für maximal 50 Teilnehmer. Als erstes findet die Fahrt nach Bad Kissingen statt. 14 Tage ohne Handy und Fernseher, dafür aber mit jeder Menge Abenteuern, kündigen Habura und Richter an.

Außerdem ist eine Mädchenfreizeit (für sieben Teilnehmerinnen und zwei Betreuerinnen) für die Woche 2. bis 6. August (die genaue Länge steht noch nicht fest) geplant – ein Angebot, das in direktem Zusammenhang mit erwähnter „Mädchen AG“ steht. Ende Mai oder Anfang Juni soll die Entscheidung fallen, wie die genauen Daten sind und wo es hingeht.

Vom 23. bis 26. August veranstaltet die Stadtjugendpflege gemeinsam mit den Vereinen fib und bsj eine inklusive Kanu-Freizeit für 15 Kinder. Von Bad Kissingen aus werde es Tagestouren auf der Saale geben, berichtet Habura und betont, dass Eltern schnell Kontakt zur Stadtjugendpflege aufnehmen sollten, denn viele der Plätze seien bereits vergeben.

  • Die Stadtjugendpflege ist erreichbar unter Telefon 0 64 28 / 707-260, weitere Informationen zur Fahrt nach Bad Kissingen erteilt Sebastian Richter unter Telefon 01 70 / 2 26 34 43, weitere Informationen über die Ferienspiele gibt es bei Daniel Witt unter 01 51 / 62 51 08 87. E-Mail: stadtjugendpflege@stadtallendorf.de. Anmeldeschluss ist am 19. März. Eine Übersicht über die Osterferienspiele hat die Stadt auf ihrer Facebookseite veröffentlicht.

Von Florian Lerchbacher

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