Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Fahrzeug-Rochade bei Rauschenberger Wehren
Landkreis Ostkreis Fahrzeug-Rochade bei Rauschenberger Wehren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 06.09.2020
Die Stadt Rauschenberg muss neue Fahrzeuge für die Feuerwehr anschaffen. Der schmucke Oldtimer „Opel Blitz“ (Baujahr 1958) kommt nur noch zu Showzwecken zum Einsatz. Quelle: Nadine Weigel
Anzeige
Rauschenberg

Die Stadt Rauschenberg plant den Kauf neuer Feuerwehrfahrzeuge. Um den Bedürfnissen der Brandschützer möglichst gerecht zu werden, plant sie Verschiebungen – dies erklärte Bürgermeister Michael Emmerich während eines „hochinteressanten Termins“, den er gemeinsam mit den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses bei den Einsatzkräften in der Kernstadt erlebte.

15 Jahre ist der Einsatzleitwagen der Rauschenberger alt. Für ein Feuerwehrfahrzeug ist das eigentlich kein Alter, doch beim mit Technik vollgepackten Einsatzleitwagen (ELW) sieht das anders aus: „Die digitale Ausstattung ist das Hauptthema“, betont Emmerich und erinnert daran, dass die Feuerwehren beispielsweise auf Digitalfunk umstellen.

Anzeige

Allein an dieser Stelle sei also neue Technik nötig. Hinzu komme, dass das alte Fahrzeug nicht mehr genügend Platz biete – das habe der Vergleich mit dem noch jungen Fahrzeug der Cölber gezeigt: Vier statt zwei Plätze für die Leitungs- und Führungskräfte seien sehr sinnvoll, schließlich gebe es im Einsatz jede Menge zu kommunizieren, zu planen und zu koordinieren.

Ausschuss empfiehlt die Ausgabe

„Die neuen Einsatzleitwagen sind ganz anders ausgestattet“, sagt der Bürgermeister – dem durchaus bewusst ist, dass sich dies auch im Preis von rund 180.000 Euro deutlich zeige: „Das meiste fließt in die Technik, die verbaut ist – aber auch sehr ausgereift ist. In diese Richtung wollen wir auch.“ Ziel sei es, für den Erwerb Gelder im Haushalt 2021 bereitzustellen. Fünf Mitglieder des Ausschusses sprachen sich dafür aus, dies der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, zwei enthielten sich der Stimme.

Doch der ELW ist noch nicht alles, was im Stadtgebiet für den Brandschutz benötigt wird. Das Löschgruppenfahrzeug Bracht ist 25 Jahre alt, es muss also Ersatz her. Die Stadt plant, das sechs Jahre alte Löschfahrzeug aus der Kernstadt in den Stadtteil zu verschieben, und für Rauschenberg an sich einen überwiegend für den Materialtransport gedachten Gerätewagen Logistik anzuschaffen.

Preis könnte höher ausfallen als geplant

Dieser sei für die Kernstadt wichtig, weil deren Mitglieder auch bei Einsätzen im Windpark oder auf den großen Waldflächen handeln müssen. Und dort sei meist viel Schlauch notwendig, betont Emmerich. Mit einem neuen Fahrzeug lasse sich die große Menge an Material beispielsweise problemlos mit nur zwei Einsatzkräften verlegen. Und die Kernstadt würde auch nicht ohne Löschgruppenfahrzeug dastehen, denn derzeit verfügt sie über zwei Einsatzwagen dieser Art.

Das Fahrzeug, das nach Bracht kommen soll, ist zwar Teil des Katastrophenzuges des Landkreises – aber auch das sei kein Problem, hebt Emmerich hervor: „Im Notfall werden ohnehin alle Feuerwehren der Großgemeinde alarmiert. Dann hat zukünftig eben Bracht statt Rauschenberg die Federführung inne.“ Die Stadt kalkuliert derzeit mit rund 160.000 Euro für den Gerätewagen: „Aber der Preis könnte durchaus noch etwas höher ausfallen“, befürchtet der Rathauschef.

Von Florian Lerchbacher

Ostkreis Grundschulbetreuung - Kirchhain stoppt Angebot
05.09.2020
05.09.2020