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Ostkreis Es gibt Pläne für ehemaliges Möbelhaus
Landkreis Ostkreis Es gibt Pläne für ehemaliges Möbelhaus
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10:00 10.07.2019
So soll das ehemalige Möbelhaus an der Wetzlarer Straße in der Zukunft aussehen. Quelle: Visualisierung: Neuraum GmbH Dipl.-Ing Stephan Mölig
Stadtallendorf

Was wird aus dem eigentlich für den Möbelverkauf konzipierten Haus am Ende der Wetzlarer Straße? Die Familie, Seniorchef und Eigentümer Erwin Marterer und seine Kinder Pia Muscarella und Christian Marterer haben sehr weitgediehene Pläne für das Gebäude. Eine wichtige Grundlage für die geplanten Veränderungen hat jüngst das Stadtparlament geschaffen. Es hat den Bebauungsplan „Wetzlarer Straße“ angepasst. Jetzt besteht Baurecht für einen Umbau.

Ein auf den Umbau von bisherigen Gewerbeimmobilien spezialisierter Architekt aus Lauterbach hat die nicht einfachen Probleme bei der Umgestaltung gelöst. Im Erdgeschoss entstehen Laden- und Büroräume, im ersten Stock insgesamt zwölf ­Eigentumswohnungen, wie die Familie berichtet. Für das Erdgeschoss gibt es dabei schon sehr konkrete Überlegungen, wie Christian Marterer im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert. Ein Investor plane dort soziale Einrichtungen, sagt sein Vater. Konkreter will die Familie jetzt noch nicht werden, weil noch die letzten Gespräche mit dem Investor liefen.

Familie hat schon Zusagen für Eigentumswohnungen

Das Obergeschoss zu Wohnraum umzugestalten war für die Planer eine Herausforderung, allein bei der Frage, wie genügend Licht in die künftigen Räume gebracht werden kann. Der Planer und seine Auftraggeber haben sich für umlaufende Loggien entschieden mit großen, bis zum Boden heruntergezogenen Glasflächen. Die Abstellräume der Wohnungen sind mittig in der Etage untergebracht, das schafft auch Platz für reine Wohnfläche. Obwohl die Familie erst jetzt mit ihrer Planung an die Öffentlichkeit geht, so hat es sich doch schon rumgesprochen, dass neue Eigentumswohnungen entstehen.

„Es gibt schon Kaufinteressenten, die verbindliche Zusagen abgegeben haben“, sagt Erwin Marterer. Darüber freut sich die Familie naturgemäß. „Schließlich werden wir hier auch finanziell ein ganz schönes Gewicht zu stemmen haben“, sagt Christian Marterer. Wie viel der Umbau kostet will die Familie nicht verraten. Sie will in jedem Fall in Qualität investieren. „Das wird kein Wellblechpalast“, versichert Christian Marterer. Die Vermarktung der Eigentumswohnungen wollen die Marterers in Eigenregie vornehmen. Maklercourtagen fallen also in dem Fall nicht an.

Fertigstellung wohl im Dezember 2020

Ursprünglich wollte die Familie nach dem Ende des Möbelhauses „Die Einrichtung“ das gesamte Gebäude auf einen Schlag verkaufen. Doch es fand sich kein geeigneter Käufer, die Familie spricht von „vielen abstoßenden Angeboten“. So entstand die Idee für diese Mischnutzung und den teilweisen Verkauf. 

Die Familie Marterer hatte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi frühzeitig in ihre Planungen eingebunden. Der ist froh über das jetzt entstandene „zukunftsfähige Projekt“ an diesem exponierten Standort. „Ich bin froh, dass sich jemand seiner Verantwortung stellt und wir kein Leerstandsobjekt an dieser Stelle bekommen“, sagt Somogyi. Die Familie lobt derweil das unkomplizierte Bebauungsplan-Verfahren.

Bis die ersten Käufer oder Mieter einziehen dauert es nun eine Weile. Familie Marterer rechnet bis Dezember 2020 mit der Fertigstellung. Schließlich müsse das Gebäude bis auf seine Grundsubstanz zurückgebaut werden, sagt Christian Marterer.

von Michael Rinde