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Ostkreis Erste Leerstände sind verschwunden
Landkreis Ostkreis Erste Leerstände sind verschwunden
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20:58 14.03.2021
Stadtmarketing-Chefin Corinne Diho (von links) mit Salimeh Günes, seiner Frau Halime und Emrak Günes und Bürgermeister Christian Somogyi bei der Eröffnung am neuen Standort.
Stadtmarketing-Chefin Corinne Diho (von links) mit Salimeh Günes, seiner Frau Halime und Emrak Günes und Bürgermeister Christian Somogyi bei der Eröffnung am neuen Standort. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Es gibt sichtbare Veränderungen in Stadtallendorfs Innenstadt: Für das Friseurgeschäft „Chaarisma“ geht es an einem neuen Standort weiter. Salih Günes und sein Team sind in ein Ladengeschäft in der Marktstraße 3 gewechselt.

Die Freude über den Neustart und die Eröffnung ist bei Günes und seiner Familie sehr groß (die OP berichtete auf „Wirtschaft“). Zum Start gab es einen kurzen Besuch von Corinne Diho als Geschäftsführerin des Vereins „Stadtmarketing“ zusammen mit Bürgermeister Christian Somogyi. Er ist auch Vereinsvorsitzender.

15 Anfragen von interessierten Mietern

Aus Somogyis und Dihos Sicht ist in der Innenstadt etwas in Bewegung geraten. Eine Säule ist dabei die von Diho angestoßene Aktion „Dein Raum – ich bin zu haben“, über die für leerstehende Geschäfte geworben wird. Es gibt nicht nur Hinweise in den Schaufenstern, sondern komplette Exposes, die auf einschlägigen Internetseiten wie „Immobilienscout 24“ ganz oder in Auszügen wiedergegeben werden.

Das ganze Projekt gehört zum „Inge“-Programm, an dem Stadtallendorf teilnimmt (die OP berichtete). Die Zwischenbilanz seit dem Start: Es gab bis dato etwa 15 Anfragen von interessierten Mietern für verschiedene Objekte in der Stadtmitte. Neben dem Geschäft, in das Friseur „Chaarisma“ einzog, ist ein Ladenlokal an die Zeitarbeitsfirma „AOE Personal“ vermietet worden. Voraussichtlich im Mai wechselt die Fahrschule „Baumbach“ in Räume in der Stadtmitte. Außerdem gibt es konkrete Verhandlungen über das Ladengeschäft, das zwischen „C&A“ und der Eisdiele gelegen ist.

Voraussichtlicher Straßenverkauf der Pizzeria

Und auch ein anderes Sorgenkind aus Sicht der Stadt ist keines mehr. Die Gastronomie im Hallenbad „Alldomare“ ist wieder vergeben. Dort zieht eine Pizzeria ein, die voraussichtlich ab April auch einen Straßenverkauf anbietet, also auch während der andauernden Badschließung schon an den Start gehen wird. Das Bistro wird „Pan de Zucchero“ heißen.

Corinne Diho hat Kontakte zu den Immobilieneigentümern aufgebaut und dabei auch um deren Flexibilität geworben. An einigen Stellen bereits mit Erfolgen, wie die schon vollzogenen und anstehenden Vermietungen zeigen. Christian Somogyi betont die Bedeutung von immer besserer Vernetzung in der aktuellen Situation von Einzelhandel, Gewerbe und Immobilienvermarktung.

Kein klassischer Einzelhandel mehr

Er macht auch deutlich klar: „Den kleinen, klassischen Einzelhandel, wie wir ihn lange kannten, bekommen wir hier nicht mehr hin. Das müssen wir einsehen und entsprechend nach anderen Angeboten suchen.“ Das sei auch ein Ergebnis verschiedener Gutachten zur Einzelhandelsentwicklung gewesen.

Dazu passt auch ein Statement von Stadtmarketing-Chefin Diho. „Wenn wir frische, experimentelle Ideen und neue Gründer in der Innenstadt haben wollen, müssen auch die Eigentümer bereit sein, die Mietverträge flexibel zu gestalten. “

Stadtgutscheine im Wert von 42.520 Euro

Ein weiterer Baustein in der Vermarktung sind die Stadtgutscheine. Zwischenbilanz Ende Februar: Es sind bisher 1.731 gedruckte Gutscheine verkauft worden. Sie haben zusammen einen Wert von 42.520 Euro. Davon wurden bisher 562 entwertet, also eingelöst.

Inzwischen sind 58 Händler in der Innenstadt online auf der Homepage des Vereins unter www.wir-sind-stadtallendorf.de vertreten und in Sachen Stadtgutschein aktiv. Der Verein hat seine Facebook-Präsenz parallel dazu ständig ausgebaut und mit seiner Internetseite eng verzahnt.

Von Michael Rinde