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Ostkreis Nur wenige Fragen beim Start
Landkreis Ostkreis Nur wenige Fragen beim Start
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20:58 20.06.2020
Ein Besucher lässt sich von Bernhard Blümel (links) und Claus Rosenstein von Deges an der Karte Details erklären. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Zwölf Besucher, darunter auch A-49-Gegner Reinhard Forst vom „Aktionsbündnis Keine A 49“ kamen zum Auftakt der Bürgersprechstunden der Projektmanagementgesellschaft Deges in den Ausstellungsraum der Stadthalle. Mit dieser Sprechstunde will Deges, verantwortlich für die Vorbereitung des Weiterbaues der A 49 und das Vergabeverfahren für die öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP), über die Planungen informieren und zugleich Fragen beantworten. Die Ausstellung „Der Lückenschluss der A 49 in Hessen“ ist seit Ende Mai geöffnet. „Wir haben den Eindruck, dass in der Region viele Fragen zur Autobahn bestehen und wollen informieren“, erläutert Projektleiter Bernhard Blümel. Deges hat den Raum von der Stadt Stadtallendorf bis Ende November für Ausstellung und Sprechstunde gemietet.

Reinhard Forst spricht von einer „Propagandaausstellung“, in der es massive Fehler gebe und forderte eine Möglichkeit, eigene Standpunkte darlegen zu können. Ludger Sehr, Bereichsleiter für ÖPP-Vorhaben wie dieses bei Deges, zeigte sich offen.

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Aber es gab auch genau die Fragen, weshalb es diese Bürgersprechstunden nun geben soll. Ein Rohrborn-Bewohner wollte wissen, wie es sich nach einem Autobahnbau mit dem Betrieb von Kanälen und künftigen Fußwegen am Schmiedeweg verhalte. Im Zuge des Autobahnbaues werden 194 Leitungen verlegt. Im Gebiet der Bundeswehr werden dabei auch Kanäle stillgelegt. „Ob genau dieser Kanal darunter ist, prüfen wir und geben Bescheid“ versprach Blümel beim Blick in eine Karte. Andere Besucher interessierten Streckenverlauf und Wegeführungen.

Vor Eröffnung der Sprechstunde hatte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) noch einmal untermauert, dass die städtischen Gremien zahlreicher Städte wie Treysa, Neustadt und Stadtallendorf, aber auch Homberg (Ohm) hinter dem Autobahn-Weiterbau stünden und das seit Jahren. „Deshalb stellen wir unsere Räume für diesen Zweck auch gerne zur Verfügung“, so Somogyi. Zwei Besucher fragten dabei aus dem Hintergrund, wann es denn nun weitergehe mit dem Weiterbau. Eine Frage, auf die Deges-Bereichsleiter Ludger Sehr spontan die Antwort übernahm. Deges rechnet noch dieses Jahr mit dem Baubeginn, immer vorausgesetzt, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weist die beiden neuerlichen Klagen gegen das Baurecht für die A 49 zwischen Stadtallendorf und Gemünden (Felda) zurück. Verhandlungstermin ist am 23. Juni. Wann es ein Urteil geben wird, ist noch offen.

Die Ausstellung ist jeweils dienstags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Eine weitere Bürgersprechstunde findet Donnerstag in zwei Wochen ab 16 Uhr statt.

Von Michael Rinde

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