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Ostkreis Ende 2020 geht’s wieder rund in Kirchhain
Landkreis Ostkreis Ende 2020 geht’s wieder rund in Kirchhain
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19:54 25.11.2020
Der Kreisel in Kirchhain nimmt Gestalt an. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Der Kreisel in Kirchhain nimmt Gestalt an. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Kirchhain

Das Millionenprojekt Kreiselbau in der Frankfurter Straße in Kirchhain, ein Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil und der Stadt Kirchhain, ist zu Dreiviertel fertig. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und verlaufen reibungslos. Der erste Bauabschnitt Richtung Innenstadt ist abgeschlossen, nun wird der Verkehr andersherum geleitet. Bis zum Endes des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – davon geht Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann derzeit aus. Solange das Wetter mitspielt, gehen die Arbeiten gut voran. Auch die Kosten „sind im Lot“, bestätigte Hausmann auf OP-Anfrage. Es geht um eine beträchtliche Summe: 890 000 Euro investiert das Land Hessen in die Landstraße. Den Rest der Kosten muss die Stadt tragen: 1,1 Millionen Euro kostet der Bau des Kreisels. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2 Millionen Euro.

Die Bauarbeiten erinnern die Verkehrsteilnehmer daran, dass der provisorische Lego-Kreisel aus roten und weißen Klötzen nach Jahren des Probebetriebs Geschichte ist. Mit dem Ausbau setzen die Stadt und Hessen Mobil ein wichtiges Zeichen in Richtung Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger. Vorgesehen sind barrierefreie Bushaltestellen, die in der Frankfurter Straße an anderer Stelle errichtet werden sollen. Geplant ist, die Haltestellen vom Stadtrand näher an die Geschäftsmeile anzubinden. Die Busse sollen künftig in Höhe der Tankstellen halten. Und es sind zusätzliche Grünflächen im Kreiselumfeld vorgesehen. Diese sollen in etwa denen in der Straße „Am Amöneburger Tor“ gleichen. Die Grundidee ist eine Anpassung an das Konzept „Kirchhain blüht“.

Für die Kirchhainer Gewerbetreibenden ist die Bauphase derzeit erträglich, obwohl die Zufahrt von und zu der Innenstadt gesperrt ist. „Es gibt eine gut ausgeschilderte Umleitung“, sagt Hannelore Wachtel, Vorsitzende des Verkehrsvereins. Wer nach Kirchhain zum Einkaufen fährt, nehme die Umleitung in Kauf. Aus Sicht des Verkehrsvereins komme man – trotz der Bauarbeiten – gut ins Zentrum. Die Anlieger der Frankfurter Straße sind allerdings schon leidgeprüft. 2019 wurden in der Frankfurter Straße Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Über einen längeren Zeitraum regelten dort Ampeln den Verkehr, was auch zu einem Mehr an Verkehrsbelästigung geführt hatte.

Der Kreiselbau soll im Idealfall zu einem besseren Verkehrsfluss führen. Dass dies Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, das hat der Testlauf mit dem provisorischen Kreisel bewiesen. Neben dem Sicherheitsaspekt für Radfahrer, Fußgänger und Schüler der angrenzenden Schulen spielte auch das Vorhaben, das Stadtbild zu verbessern, eine entscheidende Rolle beim Millionenprojekt. Auch wird die Infrastruktur des Radwegenetzes durch den Kreiselbau verbessert. Die überregionalen Radwege R 2 und R 6 erhalten dann eine durchgängige Verbindung. Ein weiterer Faktor, der maßgeblich für das größte Straßenbauprojekt in Kirchhain war, ist die Tatsache, dass sich das „Quartier Frankfurter Straße“ in absehbarer Zeit weiter verändern wird. Mit der Weiterentwicklung des Gebietes wird sich die Stadt allerdings erst im kommenden Jahr beschäftigen.

2021 folgen zudem weitere Straßenbauarbeiten. Die Gehwege in der Frankfurter Straße werden erneuert und die Fahrbahn zwischen dem neuen Kreisverkehr und der L 3089 und der K 11 werden saniert. Etwa zehn Monate Bauzeit sind dafür eingeplant. Die Arbeiten sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein.

Von Silke Pfeifer-Sternke