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Ostkreis Ein bisschen Spaß in traurigen Zeiten
Landkreis Ostkreis Ein bisschen Spaß in traurigen Zeiten
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10:00 28.02.2022
Einen Karnevalsumzug gab es auch in Niederklein.
Einen Karnevalsumzug gab es auch in Niederklein. Quelle: Foto: Florian Lerchbacher
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Ostkreis

„Wir möchten in der Welt, in der momentan viele schlechte Nachrichten kursieren, auch eine gute Nachricht verbreiten und Hoffnung spenden.“ Diese Worte hatten die „Klatschweiber“ des RSV Roßdorf am Samstagabend vor ihre mehrstündige Online-Karnevalssitzung geschnitten – verbunden mit dem Hinweis, dass der Krieg in der Ukraine sie sehr betroffen mache. Eine Botschaft, die auch für den Flashmob des RCC Roßdorf und den närrischen Umzug der Niederkleiner Vereine am Sonntag galt.

Trotz aller Tragik, die momentan die Nachrichten beherrscht, sollte auch mal gelacht werden – und das klappte sowohl am Samstag als auch am Sonntag sehr gut. Mehr als 40 im Vorfeld gedrehte Beiträge hatten die Klatschweiber für den Samstagabend zusammengeschnitten – mit dabei waren die Karnevalisten selber, befreundete Vereine und natürlich auch die Roßdorfer Vereine.

So hatten beispielsweise die Kicker des RSV ein Interview in Reimform eingereicht, in dem Yanik Schick (gespielt von Jan Rausch) seinen Teamkameraden Jan Rausch (gespielt von Yanik Schick) befragt. Besonders schön: Angesichts von zwei verschossenen Elfmetern in einem Spiel gab Rausch seinem Kapitän – jetzt wird’s endgültig närrisch, denn das ist Yanik Schick – mit auf dem Weg, er hätte sich mal lieber nicht die Augen lasern, sondern die Füße richten lassen.

Kleine Zuschauer haben Riesenspaß

Finanziert wurde die Sitzung durch eingespielte Werbung – vielleicht aber auch nicht, da die Klatschweiber diese selber gedreht hatten und zum Beispiel Bier der Marke Plörrbräu bewarben: „Die Sonne geht unter, Plörrbräu kommt hoch.“

Apropos Alkohol: Einen NKC-Herztropfen boten einen Tag später Robert Gruß, der langjährige Präsident des „Niederkleiner Kolping Carnevals“, und der einstige Büttenredner Willi Mika den Narren an, die am Karnevalsumzug durch den Stadtallendorfer Stadtteil teilnahmen. Jede Menge Sandhasen und -häsinnen gab es zu bewundern – ebenso wie Einhörner, Piraten und vieles mehr. Insbesondere die jungen Besucher hatten sich in kreative Kostüme geworfen und bunt schminken lassen.

Ähnlich war das Bild in Roßdorf, wo gerade die kleinen Zuschauer einen riesigen Spaß hatten – sowohl an den eigenen Verkleidungen als auch an den bunt kostümierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Flashmobs und den geworfenen Kamellen. Das galt aber auch für die großen Zuschauerinnen und Zuschauer, von denen einige – so wie die Garde der Afföllergemeinde – sich auch schon abends zuvor in den Online-Karneval eingebracht hatten.

Von Florian Lerchbacher

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