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Ostkreis „Teamspieler“ will ins Bürgermeisteramt
Landkreis Ostkreis „Teamspieler“ will ins Bürgermeisteramt
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10:00 17.12.2021
Holger Lesch will bei der Wahl am 6. März den Amtsinhaber ablösen.
Holger Lesch will bei der Wahl am 6. März den Amtsinhaber ablösen. Quelle: Michael Rinde
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Kirchhain

Es sei jetzt einfach auch mal an der Zeit dafür, dass jemand aus den Dörfern in Kirchhain Bürgermeister werde, antwortet Holger Lesch spontan auf die Frage, warum er für die CDU für dieses Amt kandidiert. Seit Dienstagabend ist Lesch von seiner Partei nominiert (die OP berichtete). Einige Beobachter in Kirchhain hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass die Union einen eigenen Bewerber am 6. März ins Rennen schicken wird. Die vergleichsweise späte Nominierung eines eigenen Kandidaten war jedoch Kalkül, wie Lesch der OP erläutert.

„Wir hatten in diesem Jahr bereits zwei Wahlen, die Kommunalwahl und die Bundestagswahl, da wollten wir den Bürgern eine Pause gönnen“, sagt er. Jetzt werde es einen konzentrierten und engagierten Wahlkampf ab Januar geben, kündigt Lesch an. Seit November ist er auch Stadtverbandsvorsitzender der Kirchhainer CDU. Lesch folgte auf Stefan Völker, der den Fraktionsvorsitz im Stadtparlament übernommen hat. Dass er als Kandidat bereitstehe, habe er sich schon längere Zeit überlegt, das sei kein Spontanentschluss. „Durch die Wahl zum Stadtverbandsvorsitzenden habe ich einen zusätzlichen Impuls dafür bekommen“, merkt der CDU-Kandidat an. Sowohl seine Wahl zum Vorsitzenden als auch zum Kandidaten fiel einstimmig bei eigener Enthaltung aus.

Feinschliff für Wahlprogramm

Wofür will Holger Lesch stehen, womit will er für sich werben? Noch gibt es kein fertiges Wahlprogramm, daran fehle nur noch der Feinschliff, so der Christdemokrat. Aber einige zentrale Aussagen lässt sich Holger Lesch dann doch entlocken zu diesem Zeitpunkt. Er möchte dafür stehen, dass Kernstadt und Stadtteile auf gleicher Höhe gesehen werden. Lesch ist es wichtig, dass in Zukunft Unternehmen auch mehr Chancen bekommen, sich in den Dörfern Kirchhains anzusiedeln und sich nicht ausschließlich auf die Kernstadt fixiert werde. Wobei er betont: „Ich trete an, um Bürgermeister von ganz Kirchhain zu werden, es zählt immer vor allem das Allgemeinwohl“.

Ein ganz großes Anliegen wäre ihm bei seiner Wahl eine deutlich intensivere Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. „Für solche Kooperationen gibt es dann auch noch Landesförderungen“, unterstreicht Lesch.

Bei seiner Nominierung hatte ihn Stefan Völker als einen Teamplayer mit einer ruhigen Art und der Fähigkeit, zuzuhören, charakterisiert. Seit 1999 ist Holger Lesch CDU-Mitglied. Seit mehr als 15 Jahren sitzt er im Stadtparlament Kirchhain, ist unter anderem seit vielen Jahren Mitglied im Sozialausschuss. „Ich bin kein konfrontativer Mensch, ich habe eine soziale Ader“, sagt Holger Lesch über sich selbst. Und er wisse, wo in Kirchhain der Schuh drücke.

Mit Leib und Seele Eisenbahner

Er sei mit Leib und Seele Eisenbahner, erklärt der Großseelheimer. Mehr als 32 Jahre sind das inzwischen. Zunächst war er im Vertrieb, inzwischen überwacht er bei der Bahntochter DB Netz Bauprozesse. Für seine Bewerbung um das Kirchhainer Bürgermeisteramt sieht sich Lesch gut gerüstet. Allein aufgrund seiner eigenen beruflichen und kommunalpolitischen Erfahrung. „Das ist eine Herausforderung, der ich mich sehr gerne stellen werde“, sagt er mit Blick nach vorne.

Die Kirchhainer Bürgermeisterwahl findet am 6. März statt, sollte eine Stichwahl nötig werden, so ist sie auf den 20. März terminiert. Bis zum 27. Dezember läuft die Anmeldefrist für mögliche Kandidaten, die dann vom Wahlausschuss zugelassen werden müssen.

Von Michael Rinde

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