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Ostkreis „Dienstbienen“ sind zurück in der Stadt
Landkreis Ostkreis „Dienstbienen“ sind zurück in der Stadt
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18:06 19.05.2021
Regierungsvizepräsident Martin Rößler (Mitte) und Abteilungsleiterin Karin Ohm-Winter lauschen interessiert den Ausführungen von Imker Joachim Schönig.
Regierungsvizepräsident Martin Rößler (Mitte) und Abteilungsleiterin Karin Ohm-Winter lauschen interessiert den Ausführungen von Imker Joachim Schönig. Quelle: RP Gießen
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Gießen/Kirchhain

Joachim Schönig aus Kirchhain ist Imker aus Leidenschaft. Und das seit mehr als 45 Jahren. Umso mehr freut er sich, dass er Hobby und Beruf verbinden kann. Drei seiner 27 Bienenvölker stehen seit einigen Tagen dort, wo er arbeitet: beim Regierungspräsidium Gießen. Die Kästen, in Fachkreisen Beuten genannt, sind natürlich nicht in Schönigs Büro, sondern im Garten des Gebäudes in der Marburger Straße in Gießen, in dem sich die Umweltabteilung befindet. Damit sind die kleinen Tiere pünktlich zum Weltbienentag am 20. Mai zurück in der Stadt – sehr zur Freude von Regierungsvizepräsident Martin Rößler und Abteilungsleiterin Karin Ohm-Winter. Sie schauten Joachim Schönig über die Schulter, als dieser bei seinen Tieren nach dem Rechten sah.

„Bienen liefern uns nicht nur leckeren Honig. Sie leisten noch viel mehr, bestäuben zum Beispiel die Obstbäume in unseren Gärten. Umso wichtiger ist es, die Tiere und ihre Lebensräume zu schützen“, betont Regierungsvizepräsident Rößler. Dem kann sich Abteilungsleiterin Ohm-Winter nur anschließen. Sie freut sich, dass die „Dienstbienen“ nach der Fassadensanierung wieder ein Plätzchen im Garten gefunden haben, nachdem sie wegen der Arbeiten eineinhalb Jahre praktisch „ausquartiert“ waren.

2011 hatte Joachim Schönig erstmals Bienenstöcke auf dem Gelände aufgestellt. „Das tut auch der Stadt gut“, ist der 57-Jährige nach wie vor überzeugt. Den Bienen gefällt es ebenfalls, gibt es in einer Stadt wie Gießen doch andere Blüten und Gehölze als auf dem Land. Das macht sich auch beim „Stadthonig“ bemerkbar – der schmeckt eben anders. Und für den Kirchhainer ist die Imkerei ein toller Ausgleich zu seiner Arbeit beim RP, die sich um die Genehmigung von Windkraftanlagen dreht.

Im Herbst heißt es für die Bienenvölker übrigens wieder umziehen. Dann bringt Schönig sie zum Überwinterungsplatz, an dem sie vor Lärm, Tieren und Menschen geschützt sind und Ruhe haben, um im nächsten Jahr wieder auszuschwärmen.