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Ostkreis Bauwillige brauchen hier keine Heizung
Landkreis Ostkreis Bauwillige brauchen hier keine Heizung
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10:00 20.12.2019
Im Vordergrund ist das Areal zu sehen, auf dem 40 Bauplätze entstehen sollen. Quelle: Peter Hartmann
Rauschenberg

Am Montagabend, 16. Dezember, fassten die Rauschenberger den Satzungsbeschluss für das Baugebiet „Auf dem Kalk“ einstimmig. Dort können 40 Bauplätze entstehen – nach Einschätzung von Bürgermeister Michael Emmerich kann im Sommer 2021 mit dem Bau der ersten Wohnhäuser begonnen werden.

Michael Emmerich sprach von einer enormen Größenordnung für ein Baugebiet in der Kernstadt, das zügig umgesetzt worden sei. Der Bürgermeister erinnerte an die Anfänge von vor drei Jahren, die von glücklichen Umständen begleitet wurden.

Baugebiet in zwei Etappen baureif zu erschließen

Er erinnerte zuerst an die Grundeigentümer, die gemeinsam bereit gewesen seien, die notwendigen Flächen an die Stadt zu verkaufen. Die Stadtverordneten und Magistratsmitglieder hätten das Vorhaben unterstützt. Die Stadt wiederum habe einen Investor gefunden, der der Kommune die Risiken der Erschließung des großen Baugebiets und dessen Entwicklung abnahm.

Der Investor beabsichtige, das Baugebiet in zwei Etappen baureif zu erschließen – jeweils zweimal für je 20 Wohnhäuser, erklärte Bürgermeister Michael Emmerich. Wer hier baut, braucht sich um Klimawandel, Heizungen und Schornsteine nicht zu kümmern.

Die Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg wird in einem dritten Bauabschnitt das Neubaugebiet an ihr Netz anschließen und die neuen Bewohner mit kostengünstiger und CO2-freier Nahwärme versorgen. Energieträger sind die Abwärme, die bei der ökologisch entstehenden Stromproduktion anfallen, sowie die Holzhackschnitzel, die in der Heizzentrale in der Nähe des Festplatzes verbrannt werden.

Kosten für Verfahren tragen Antragsteller

Vom größten Baugebiet zum kleinsten Stadtteil Rauschenbergs ist es ein weiter Schritt. Die Stadtverordneten billigten die Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 1 „Auf der Höhe“ in Wolfskaute im beschleunigten Verfahren. Wie der Bürgermeister mitteilte möchte der Antragsteller auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche im Ortskern ein Wohnhaus für die persönliche Nutzung bauen.

Die Kosten für das Verfahren trage der ­Antragsteller, sagte der Bürgermeister. Auch in Bracht soll ein bislang landwirtschaftlich genutztes Areal im „Riedweg“ auf Wunsch des Antragsstellers mit einem Wohnhaus bebaut werden. Hier soll nun ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden. Das Stadtparlament billigte einstimmig die nächsten Schritte der Bauleitplanung.

von Matthias Mayer