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Ostkreis Dichtes Gedränge bei guter Stimmung
Landkreis Ostkreis Dichtes Gedränge bei guter Stimmung
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18:47 29.12.2019
Spaß gab es für die Kleinen auf dem Karussell. Quelle: Michael Rinde
Stadtallendorf

Vor der kleinen Bühne tanzen acht Frauen zum Sound von Daniela Lemmer und Tobias Wessel. Nur wenige Meter weiter preist ein Händler die angebliche Weltneuheit an. Den kleinsten Entsafter, den die Menschheit angeblich gesehen hat. Und wer das Gemüse vor dem Entsaften ordentlich schälen möchte, findet das passende, halbmondförmige Werkzeug dazu einige Stände weiter.

Am Ende zählten Marktmeister Christoph Grimmel und die 20 Mitarbeiter der Stadtverwaltung rund 130 Stände, verteilt auf die Stadtmitte und rund um das Hallenbad „Alldomare“. Vereine schenkten Glühwein aus, Parteien warben für ihre Sache.

Alles wie immer also beim Johannismarkt. Nicht ganz. Denn die Resonanz war am Sonntag überragend. Zeitweise war auf der Marktstraße bis hin zum Bahnhof kaum ein Durchkommen zwischen den Ständen. Es dürften über den Tag verteilt mehrere Tausend Besucher gewesen sein.

Hochbetrieb von früh bis spät gab es auch am Würstchenstand der Familie Rückert. Das gehört ebenso zum Bild des Johannismarktes dazu. Wer eher Käse liebte und sich vor dem Jahreswechsel eindecken wollte, fand gleich gegenüber Gelegenheit dazu. Zum zweiten Male gab es während des Johannismarktes Livemusik, was bei Besuchern ankam. Zeitweise versammelte sich reichlich Publikum vor der Bühne, als Wessel, Lemmer und später „By the Way“ spielten. Am frühen Abend tauchten Dutzende Kerzen den Brunnen auf dem Marktplatz in ein besonders warmes Licht, während es eine Seifenblasenshow gab. Das Interesse war sehr groß.

Wie angekündigt gab es auch stichprobenartig Sicherheitskontrollen bei den Marktständen. Bei den Kontrollen habe es keine größeren Beanstandungen gegeben, bis auf ein paar defekte Kabeltrommeln, die die Ordnungsbehörde aus dem Verkehr zogen, sagte der Marktmeister.

Großes Interesse an Modellbauern

Marktmeister Christoph Grimmel hatte den Johannismarkt gemeinsam mit seinem Kollegen Sascha Digula in den vergangenen Wochen organisiert. Für die Besucher-Sicherheit sorgten ehrenamtlich auch wieder Mitglieder der DRK-Bereitschaft und der Freiwilligen Feuerwehren Stadtallendorf. Zum Schluss war wie in den Vorjahren die Jugendfeuerwehr beim Beseitigen des Mülls im Einsatz, bevor Mitarbeiter des Bauhofs den Rest erledigten.

Seit dem Nikolausmarkt hatte die Interessengemeinschaft (IG) Modellbau in einem leeren Laden in der Marktstraße ihre große Anlage präsentiert. Peter Ulrich zog am Sonntag eine sehr zufriedene Bilanz der Aktion. Rund 300 Besucher, vor allem Erwachsene, seien in den vergangenen Wochen im Laden gewesen. „Wenn wir wieder einen Laden bekommen, dann machen wir das ganz sicher wieder“, sagte Ulrich.

von Michael Rinde