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Ostkreis Der Termin für die Festwoche steht
Landkreis Ostkreis Der Termin für die Festwoche steht
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17:43 14.10.2018
Amöneburg bei Nacht aus Rüdigheimer Sicht. Dieser Blick war Grundlage für das Vereinswappen.
Amöneburg bei Nacht aus Rüdigheimer Sicht. Dieser Blick war Grundlage für das Vereinswappen. Quelle: Lennard Prediger
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Amöneburg

Im Jahr 2021 wird Amöneburg 1 300 Jahre alt – beziehungsweise: Im Jahr 721 wurde die Stadt im Zuge des Aufenthalts des Heiligen Bonifatius erstmals urkundlich erwähnt (wahrscheinlich ist sie älter).

Um die Jubiläumsfeierlichkeiten gebührend vorzubereiten und dann auch umzusetzen, haben die Bürger einen Verein gegründet – und zwar einen, der die Bandbreite der Menschen in der Stadt repräsentiert, wie Vorstandsmitglied Freddy Greib betont: „Es sind Alt-Amöneburger dabei genauso wie Zugezogene, die im Neubaugebiet wohnen.

Das Jubiläum soll und muss ein Fest aller Amöneburger sein: Ob jung oder alt, neu zugezogen oder alteingesessen, aus der Kernstadt oder den Stadtteilen: Jeder soll sich angesprochen fühlen.“ Das gilt auch für bestehende Vereine, die Kirche, Schulen, Kindergärten, Gewerbetreibende und so weiter. Entsprechend sind neue Mitglieder jederzeit willkommen – vor allem auch, weil der Verein über das Jubiläumsjahr hinaus bestehen soll.

Dazu passt das Konzept des Logos, das die Silhouette des Berges zeigt und vornehmlich in Grün gehalten ist. Der Verein heißt schließlich „Amöneburg 13Hundert – Verein zur Förderung von Geschichtsbewusstsein, Kultur, Heimat, Natur und Nachhaltigkeit“.

Dass auch noch die Stiftskirche zu sehen ist, hat zwei Gründe: Zum einen prägt sie das Bild der Stadt, zum anderen gibt es rund um das Gotteshaus im Jahr 2021 ebenfalls einen Grund zu feiern, da die Stiftskirche dann seit 150 Jahren besteht.

Die Vereinsmitglieder haben für das Jubiläumsjahr ein erstes Veranstaltungskonzept entwickelt – wobei nur ein Teil wirklich feststeht: Die zentrale „Festwoche“ soll vom 3. bis 13. Juni stattfinden. Die anderen angedachten Programmpunkte sind bisher nur Ideen beziehungsweise Vorschläge und können oder sollen sogar noch überarbeitet werden. „Anregungen sind jederzeit willkommen“, betont Greib und hofft, dass sich noch mehr Bürger in die Planungen einbringen: „Die Ideenbörse läuft. Wir möchten Bestehendes einbinden und Neues anbieten.“

Es soll 13 Höhepunkte in 13 Monaten geben

13 Höhepunkte in 13 Monaten soll es geben. Um die zum Jubiläum passende 13 vollzumachen, wollen die Amöneburger den 31. Dezember 2020 einbeziehen. Sie planen, das zum Jahreswechsel beliebte Orgelkonzert mit Dr. Paul Lang einzubeziehen und anschließend das Jubiläumsjahr mit Getränken, einem Imbiss und eventuell einem Feuerwerk im Zwinger zu begrüßen. Im Januar steht eine erneute „Begrüßung des Jubiläumsjahrs“ auf dem Programm – dieses Mal in Form eines Neujahrskonzerts „mit Pauken und Trompeten“. Basis könnte die in Amöneburg beliebte kirchenmusikalische Andacht sein, die bisher stets rund eine Stunde dauert und mit Chören und Kapellen auch aus den Stadtteilen erweitert werden könnte.

Für Februar und/oder März ist eine Wanderung durch die Großgemeinde geplant, die an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Trachtenmuseum Roßdorf, der Kellmark-Kapelle Mardorf, der Grotte in Erfurtshausen und dem Warthügel in Rüdigheim vorbeiführen soll.

Das Logo für die 1300-Jahrfeier in Amöneburg.

Im April soll es Veranstaltungen rund um das Osterfest geben. Im Juni 2021 steht die Festwoche an mit „kirchlichen, städtischen und kulturellen Höhepunkten“. Der Ablauf muss noch geplant werden. Angedacht ist, drei oder vier Tage lang kirchliche Veranstaltungen zu initiieren: Der 5. Juni ist schließlich der Gedenktag des Heiligen Bonifatius.

Den August 2021 soll das 150-jährige Bestehen der Stiftskirche prägen – das entsprechend auch ins Kirchweihfest eingebunden werden könnte. Für den Silvestertag 2021 ist angedacht, das Jubiläumsjahr mit dem traditionellen „Steigeramt“ und dem gemeinsamen Verzehren der Steigerwecken im Zwinger „würdig ausklingen“ zu lassen.

Verein hofft auf eine Zwinger-Überdachung

Übers Jahr verteilt sollen weitere Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnung stattfinden. Auch da gibt es bereits Ideen, zum Beispiel ein Bonifatius-Musical in Zusammenarbeit mit der Stiftsschule, ein Festspiel an der Brücker Mühle, eine Aktion in der Waschbach oder die „Nacht der Keller“. Nachhaltig wäre auch das Konzept „sprechende Häuser“: Da es zahlreiche geschichtsträchtige Gebäude in der Stadt gibt, denken die Amöneburger darüber nach, eine Art Multimedia-Präsentation an den Häusern zu installieren, um die Geschichte greifbar und jederzeit abrufbar zu machen.

Die Vereinsmitglieder wollen eine „aktive Partnerschaft“ mit der Stadt eingehen und nennen die Überdachung für den Zwinger als eins ihrer großen Anliegen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, kommentiert Greib und ergänzt, dass Amöneburg das „wunderbare Ambiente“ dringend als auch regenfesten Veranstaltungsort nutzbar machen müsse.

Am 19. Oktober findet ab 19.30 Uhr im Bonifatiushaus die nächste Mitgliederversammlung statt, zu der alle Bürger – also auch Nichtmitglieder – willkommen sind, um ihre Vorschläge oder Anregungen einzubringen.

Der Verein

Der Verein ist erreichbar per E-Mail an: Amoeneburg13Hundert@gmx.de

von Florian Lerchbacher