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Ostkreis Richtkranz weht über neuem Awo-Zentrum
Landkreis Ostkreis Richtkranz weht über neuem Awo-Zentrum
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20:00 09.09.2019
Das Bild zeigt einen Teil des Neubaus.  Quelle: Michael Rinde
Stadtallendorf

In genau einem Jahr, so der Plan der Arbeiterwohlfahrt (Awo), ziehen die Bewohner des „Turmes“ in den Neubau in ihre Einzelzimmer. Es entstehen dort 112 Plätze, aufgeteilt aus 7 Hausgemeinschaften (die OP berichtete). Hinzu kommen 16 Tagespflegeplätze und 14 Kurzzeitpflegeplätze.

Für die Awo-Nordhessen ist dieser Neubau das bisher größte Bauprojekt. Hinzu kommt schließlich auch noch die komplette Sanierung des Mittelteiles samt des großen Saales, geplant nach dem Umzug im nächsten Jahr. Für die Bewohner, aber auch die rund 100 Mitarbeiter, wird sich durch den Neubau sehr vieles verbessern, ist die Awo sich sicher. Das Hausgemeinschaftskonzept hat sie bereits an anderen Standorten erprobt und will es nun auf Stadtallendorf übertragen, jetzt, wo die Voraussetzungen dafür bestehen werden.

Gute Zusammenarbeit mit allen Handwerksbetrieben

Beim Richtfest am Freitag, 6. September, zeigte sich Awo-Nordhessen-Geschäftsführer Michael Schmidt mit dem Baufortschritt ebenso zufrieden wie mit der Kostenentwicklung. 14,64 Millionen Euro investiert die Awo in den Neubau. Schmidt unterstrich noch einmal, dass es gelungen sei, die ursprüngliche Kalkulation trotz der allgemeinen Baupreisentwicklung zu halten.

Nina Dewner, die stellvertretende Leiterin des Awo-Altenzentrums, lobte die bisher gute Zusammenarbeit mit allen Handwerksbetrieben. „Es gab keine Probleme“, freute sie sich. Awo-Chef Schmidt hatte am Freitag aber auch einige Neuigkeiten im Gepäck.

Zunächst ­eine wichtige Personalie: Mitte nächsten Jahres geht Hedwig Clasani, die beliebte, langjährige Leiterin des Altenzentrums, planmäßig in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Nina Dewner, wie Schmidt mitteilte. Bei Clasani ist sich der Awo-Geschäftsführer sicher, dass sie sich auch im Ruhestand noch ehrenamtlich für die Bewohner des Altenzentrums engagiert.

Barrierefreie Wohnungen im alten Turm

Außerdem steht inzwischen fest, was aus dem „Turm“, dem Wohn-Hochhaus werden wird. Die Awo Nordhessen hat das Gebäude an einen Investor verkauft. Der wird in dem Altbau barrierefreie Wohnungen schaffen. Bis dahin vergehen aber wohl noch mindestens zwei Jahre. Weitere Details wollte Schmidt am Freitag allerdings noch nicht nennen.

Nur so viel: „Dass uns ein Verkauf gelingt, damit hatte ich ursprünglich nicht wirklich gerechnet“. Bei den ersten Planungen war vorgesehen, den „Turm“ abzureißen. Bürgermeister Christian Somogyi hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Altenzentrums für die Stadt und darüber hinaus hervor. „Wir als Stadt sind gerne Partner für Impulse für unsere Stadt“, lobte er.

Den Richtspruch sprach Andre Bartel, Bauleiter der Firma „Kremer + Schramm“. Er blieb ganz in bekannten Richtfest-Traditionen, wünschte Haus und Bewohnern wie auch den weiteren Handwerkern Glück und Segen.

von Michael Rinde