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Ostkreis Das Prinzenpaar brennt für Fußball
Landkreis Ostkreis Das Prinzenpaar brennt für Fußball
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00:21 24.11.2018
Prinzessin Magdalena I. und Prinz Dominik I. mit Sohn Luca. Quelle: Michael Feldpausch
Stadtallendorf

Am Samstagabend war das Geheimnis keines mehr. Magdalena I. und Dominik I. sind das Stadtallendorfer Prinzenpaar des FCKK, des Festkomitees Karneval in den katholischen Kirchengemeinden. Natürlich haben die neuen Hoheiten närrische Beinamen: Bei der Prinzessin heißt er „liebevolle Regentin des prinzlichen Nachwuchs und farbenfrohe Stylistin mit Schnipp und Schnapp“. Beim Prinz gehört „fürsorglicher Herrscher über Haus und Hof, Herr der Tickets in der Liga Regionale am Herrenwald“ zum Titel.

Für Magdalena I. war es eine Premiere, für ihren Prinzen Dominik I. bereits das zweite Mal, das er das Zepter übernahm. Dominik I. war Prinz der Kampagne 2011/2012. Und hat sich gerne von den „Prinzenpaar-Experten“ des FCKK überzeugen lassen, noch einmal als Prinz vorne zu stehen. Ausschlaggebend war auch ein Herzenswunsch der Prinzessin. „Schon als Mädchen habe ich davon geträumt, mal Prinzessin zu sein“, sagt Magdalena I.

Mit bürgerlichem Namen heißt sie Magdalena Wierzchowska, der Prinz Dominik Naumann. Beide sind auch privat ein Paar und haben einen gemeinsamen Sohn, den einjährigen Luca.

Dominik I. ist der Sohn des Sitzungspräsidentenpaares Christel Rohm-Naumann und Norbert Naumann, die sich natürlich beide freuen, dass er nun ein zweites Mal ganz vorne bei den Narren des FCKK steht. Dass es eine einmalige Angelegenheit im Leben bleibt, Prinzessin oder Prinz zu sein, ist übrigens nirgendwo festgeschrieben, wie Friedhelm Krämer vom FCKK-Vorstand bei der Vorstellung des Prinzenpaares erklärt. Etwas ungewöhnlich ist es aber schon. Leicht sei es nie, ein geeignetes Paar zu finden, bekennt Christel Rohm-Naumann. Es werde Jahr für Jahr schwieriger. Dass der Sohn nun ein zweites Mal Prinz sein wird, sieht ihr Mann Norbert schon ein wenig als „Abschiedsgeschenk“. Denn das Sitzungspräsidenten-Paar denkt ans Aufhören.

26 Jahre jung ist Prinz Dominik I. Er arbeitet weiter bei der Eisengießerei Fritz Winter als Disponent. Dem Sport und der Eintracht gehört neben der Familie (die an erster Stelle steht) sein Herz. Nach wie vor ist er im Badminton aktiv und natürlich für den Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf als Kassierer. Das erklärt auch, warum sich das Prinzenpaar für ihr offizielles Foto auf dem Rasen ablichten ließ.

Magdalena I. ist 22 Jahre jung und ebenfalls begeisterte Karnevalistin. Ihre närrischen ­Wurzeln hatte sie sechs Jahre lang in Niederklein, wo sie unter anderem in der Garde des NKC mittanzte. Ein Jahr lang war sie beim FCKK außerdem bei den „Welle Watz Weibern“ dabei. Ansonsten hängt ihr Herz ­natürlich ebenso an der Familie und am Fußball. Regelmäßig drückt sie dem TSV als Zuschauerin die Daumen. In der Bundesliga hält sie es mit Borussia Dortmund. Das macht es natürlich spannend. Denn ihr Prinz ist Bayern-Fan. Das spiegelt sich übrigens auch auf den Orden wider, die der FCKK in dieser Kampagne vergeben wird. Da finden sich die Farben der Borussen neben denen des FC Bayern und auch für das Grün der Eintracht Stadtallendorf ist noch Platz.

Dass er nun ein weiteres Mal die Ehre hat, die Kampagne des FCKK anzuführen, ist für Dominik I. schon etwas besonderes. „Sie wird sicherlich anders sein als die erste, schließlich bin ich älter geworden und ich habe jetzt eine andere Prinzessin an meiner Seite“, sagt er. Dominik I. freut sich vor allem auf viele neue närrische Kontakte, etwa zu anderen Prinzenpaaren aus Vereinen, die mit dem FCKK befreundet sind.

Natürlich gibt es während der Kampagne auch wieder erfahrene Unterstützer. In vorderster Reihe sind das Pagin Jacqueline Sehon. Sie heißt mit närrischem Titel „glamouröse Dompteuse der schwingenden Beine des FCKK“. Und ist als solche ansonsten Trainerin der Prinzengarde und der „Feuerhexen“ des traditionsreichen Karnevalsvereins. Natürlich ist Oberhofmarschall Michael Feldpausch auch wieder im närrischen Gefolge vertreten. „Das war spitze“, blickte Prinz Dominik I. gestern auf den Kampagnenstart zurück. Allein für diesen Auftakt habe sich die Entscheidung, noch einmal Prinz sein zu wollen, gelohnt. Und die Überraschung ist wohl auch gelungen: „Oma und Opa sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen“, freut sich der 27-Jährige. Im Vorfeld wird außer dem engsten Kreis beim FCKK niemand in das Prinzenpaar-Geheimnis eingeweiht.

von Michael Rinde