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Ostkreis Das Alldomare bleibt zu
Landkreis Ostkreis Das Alldomare bleibt zu
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13:50 05.06.2020
Die Lichter bleiben im Stadtallendorfer Hallenbad Alldomare bis auf Weiteres noch aus. Quelle: Archiv
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Stadtallendorf

Den Beschluss zum Thema "Alldomare" fasste der Magistrat der Stadt Stadtallendorf am Dienstagabend mehrheitlich. Zwar wurde ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für Bäder zur fachlichen Prüfung an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Dennoch wird es trotz einer möglichen Zustimmung seitens des Gesundheitsamtes keine Auswirkung auf eine kurzfristige Öffnung des Stadtallendorfer Hallenbades haben.

„Wir mussten uns im Magistrat die Frage stellen, ob es sich lohnt, unser Hallenbad für nur vier Wochen ausschließlich für das Training des Schwimmvereins und für Schwimmkurse zu öffnen. Dafür hätten wir unter anderem die komplette Technik hochfahren müssen. Die Kosten beliefen sich auf 16.000 Euro. In Anbetracht der Haushaltssperre wäre eine Öffnung für nur vier Wochen nicht vertretbar gewesen, zumal das Hallenbad mit Beginn der Sommerferien ohnehin wieder hätte schließen müssen. Dann nämlich stehen sämtliche Wartungsarbeiten und technischen Überprüfungen an“, begründete und begrüßte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi gegenüber der OP den Beschluss. „Es gab im Magistrat auch Stimmen für eine Öffnung sowie eine Enthaltung, doch unter dem Strich eine Mehrheit dagegen“, ergänzte Somogyi.

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Anders ist die Situation in Kirchhain (Hallenbad Phönix) und Marburg (Hallenbad Wehrda). In beiden Bädern können Vereinsschwimmer seit Dienstag (2. Juni) wieder trainieren, Aquajogging- und Schwimmkurse wieder stattfinden – aufgrund der Corona-Pandemie selbstverständlich mit Abstands- und Hygieneregeln.

„Das klappt auch gut. Vor und nach dem Betreten müssen sich alle die Hände desinfizieren. Und es befinden sich pro Trainingseinheit maximal 15 Personen in unserem großen Becken“, sagt Annemarie Both vom Aufsichtspersonal des Phönix.

Stadtallendorf beschreitet aber keinen Sonderweg. Auch zahlreiche andere Hallenbäder in Hessen bleiben für den Vereinssport bis auf Weiteres geschlossen – so etwa in Wetzlar und Gießen. Das Aquamar in Marburg ist wegen Renovierungsarbeiten ohnehin noch geschlossen.

von Michael E. Schmidt

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