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Ostkreis Drei Chefposten werden am Sonntag besetzt
Landkreis Ostkreis Drei Chefposten werden am Sonntag besetzt
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15:12 28.10.2018
Bei den drei Bürgermeisterwahlen im Ostkreis zeichnet sich eine hohe Zahl an Briefwählern ab. Quelle: Jan Woitas / dpa
Ostkreis

In Rauschenberg und Neustadt stehen am Sonntag ­allein die Amtsinhaber Michael­ Emmerich und Thomas Groll (beide CDU) zur Wiederwahl an. Dort haben die Wähler auf dem Stimmzettel die Möglichkeit, mit Ja oder Nein abzustimmen. Für eine Wiederwahl reicht in diesem Falle eine einfache Mehrheit der Stimmen, sprich mehr als 50 Prozent.

Die drei Bürgermeisterwahlen im Ostkreis im Überblick:

Neustadt:

Amtsinhaber Thomas Groll bewirbt sich als CDU-Kandidat nunmehr um ­eine dritte Amtszeit, erstmals hat er dabei keinen Gegenkandidaten. In den vergangenen Wochen hat Groll mit zahlreichen Veranstaltungen und einer Informationsbroschüre „Neustadt 2025“ für sich und seine Ziele geworben. Der 48-jährige Neustädter ist verheiratet und hat eine Tochter.

In Neustadt zeichnete sich bis gestern Mittag eine Rekord-Briefwahlbeteiligung ab. Bis gestern Vormittag registrierte das Wahlamt bereits 928 eingegangene Stimmen. Bei der vorangegangenen Bürgermeisterwahl waren es 505.

Rauschenberg:

Für Michael Emmerich geht es am Sonntag um eine zweite Amtszeit als Bürgermeister. Der in Josbach lebende Amtsinhaber ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Auch er ist von der CDU nominiert, sieht sich selbst aber als parteiunabhängigen Bürgermeister, wie er im Vorfeld der Wahl betont hatte. Die übrigen Fraktionen verzichteten auf eigene Kandidaten. SPD und FBL zollten Emmerich für seine erste Amtszeit Respekt.

In Rauschenberg ist die Möglichkeit zur Briefwahl auch ­intensiv genutzt worden. Dort gingen, Stand Freitagvormittag, 388 Wahlbriefe ein, diese Zahl wurde lediglich bei der Bundestagswahl vor einem Jahr noch getoppt. Ab 18.30 Uhr präsentiert die Stadt Rauschenberg Ergebnisse der Bürgermeisterwahl im Saal des Restaurants Venezia.

Wohratal:

In Wohratal ­beginnt mit dem Wahlergebnis vom Sonntag eine neue Ära. Nach drei Amtszeiten gibt es ­definitiv einen neuen Bürgermeister. Die insgesamt 1792 Wahlberechtigten haben die Wahl zwischen den beiden parteilosen Kandidaten Manfred Dönges und Heiko Dawedeit. In dieser Reihenfolge stehen sie auch auf dem Wahlzettel, wie der Wahlausschuss per Los seinerzeit entschieden hatte.

Der 49-jährige Dawedeit lebt in Wohra, ist verheiratet und hat einen Sohn. Er ist Diplom-Ingenieur und arbeitet als Projektleiter beim Landesbetrieb Bauen und Immobilien. Dönges ist 56 Jahre alt, lebt in Wolferode, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist Diplom-Betriebswirt (FH).

Der Wahlkampf zwischen beiden verlief ruhig und fair. Bis Freitagvormittag gab es in der Gemeindeverwaltung 257 Briefwähler. Auch in Wohratal geht der Anteil der Briefwähler damit weiter nach oben.

Am Sonntagabend planen beide Kandidaten eine Wahlparty, Beginn ist um 19 Uhr im Bürgerhaus Wohratal. Die Gemeinde präsentiert im Laufe des Abends eingehende Ergebnisse der Bürgermeisterwahl.

von Michael Rinde