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Ostkreis Rauschenberg ist wieder gut gerüstet
Landkreis Ostkreis Rauschenberg ist wieder gut gerüstet
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15:00 14.11.2020
Melissa Apan (von links) vom Planungsbüro, Bürgermeister Michael Emmerich, Thomas Barg von Geissler Infra, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl, Erster Stadtrat Manfred Günther und Anne Wiesner vollzogen den ersten Spatenstich. Quelle: Michael Rinde
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Rauschenberg

Es ist der Startschuss für ein Baugebiet, das in nur vier Jahren entwickelt wurde und der Stadt Rauschenberg eine langfristige Zukunftsperspektive bietet: Bis zum Herbst 2021 entstehen rund 40 Bauplätze auf etwa 4,5 Hektar Gesamtfläche. Das Unternehmen Geissler Infra hat das Baugebiet „Auf dem Kalk II“ entwickelt, die Fläche gekauft, die Erschließung gemeinsam mit der Stadt geplant und die Vermarktung übernommen. Um zu diesem Baugebiet zu gelangen, hatte die Stadt sogar ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren bei der Regionalplanung führen müssen. Von dort gab es grünes Licht, sprich das Okay für den nötigen Bebauungsplan für die Flächen.

Geissler Infra lud jetzt zum ersten Spatenstich ein. Geschäftsführer Thomas Barg erläuterte, wie es weitergeht. Die Erschließungsarbeiten beginnen in diesen Tagen, Barg erwartet, dass die ersten Grundstückseigentümer ab September 2021 bauen könnten. Geissler Infra will das Gebiet in zwei Abschnitten entwickeln. Schon jetzt ist klar, dass ein Abschnitt wohl unmittelbar an den anderen anschließen wird. „Denn das Interesse ist wirklich riesig“, so Barg. Von den 40 geplanten Bauplätzen sind 30 schon reserviert. Wer in dem Baugebiet etwas erwerben möchte, sollte kurzfristig Kontakt zu Geissler Infra aufnehmen. Sowohl Rauschenberger Familien als auch Interessierte aus dem Kreisgebiet haben sich Flächen reserviert. Die Vermarktung hatte erst im April begonnen.

Bürgermeister ist von Resonanz überrascht

Für Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich sind das gute Nachrichten. „Eine so gute Nachfrage hatten wir nicht erwartet“, freute er sich. Emmerich macht deutlich, dass das Baugebiet sehr dabei helfen wird, Infrastruktur in Rauschenberg langfristig zu erhalten. Seien es nun Grundschule und Kindertagesstätte oder sei es beispielsweise auch die Wasserversorgung. Die Telekom hat angekündigt, in dem Neubaugebiet Glasfaserkabel zu verlegen. Ihm sei bewusst, dass ein Neubaugebiet auch mehr Verkehr für die Stadt bedeute, so Emmerich. Deshalb sieht er nun die Zeit gekommen, ein Fachbüro damit zu beauftragen, die Verkehrsführung in der Innenstadt zu überprüfen. „Vielleicht gibt es ja Optimierungsmöglichkeiten, die wir noch nicht gesehen haben“, sagt Emmerich. Dafür will er im nächsten Jahr Gelder bereitstellen.

Erster Stadtrat Manfred Günther verweist auf die kurze Zeit, die es gedauert habe, das Baugebiet zu entwickeln. „Das war schon ein Husarenstück“, so sein Statement. Und Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl war aus anderem Grunde zufrieden: „Wir sind froh, etwas anbieten zu können, was unsere Stadt wieder etwas interessanter macht.“ Ein Quadratmeter Bauland kostet voll erschlossen 75 Euro plus Zahlungen an den Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke.

Von Michael Rinde