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Ostkreis Sanierungsplan schafft nächste Etappe
Landkreis Ostkreis Sanierungsplan schafft nächste Etappe
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14:56 20.06.2020
Der Bahnhof Kirchhain soll nach dem Willen der Stadt saniert werden. Darüber entscheidet nun das Eisenbahn-Bundesamt. Quelle: Thorsten Richter
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Kirchhain

Das Regierungspräsidium Gießen hat sich die Sanierungspläne für den Kirchhainer Bahnhof in den zurückliegenden Wochen genauer angesehen. Es gibt nach einem Anhörungsverfahren offenbar keinerlei Einwände.

Jetzt muss das Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde das letzte Wort sprechen und die Planungen abschließend genehmigen. Nach wie vor gehen alle Beteiligten davon aus, dass der Bahnhof im nächsten Februar Baustelle und ein lang gehegter Kirchhainer Wunsch Realität wird.

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Wie die OP berichtete, beteiligt sich die Stadt Kirchhain mit einer Summe von zwei Millionen Euro insgesamt an den Sanierungs- und Planungskosten. Der Betrag ist gedeckelt, selbst wenn die geplante Bausumme am Ende höher liegen sollte.

„Die Verträge mit der Bahn werden derzeit vorbereitet“, erklärt Bürgermeister Olaf Hausmann gegenüber dieser Zeitung. Bisher lasse sich der verabredete Zeitplan für das gesamte Projekt einhalten.

RP sieht weitgehendes Einvernehmen

Im Anhörungsverfahren des Gießener Regierungspräsidiums hat es weder Einwände noch Stellungnahmen gegeben, die das Projekt noch hätten beeinflussen können. Das teilte Thorsten Haas, stellvertretender Sprecher des Regierungspräsidiums, mit. Mit Behörden und Privatpersonen sei weitgehend Einvernehmen hergestellt worden.

Im Kern geht es bei der Sanierung um den fehlenden barrierefreien Zugang zu den Gleisen, der durch zwei Aufzüge nunmehr geschaffen werden soll. Zugleich werden die künftigen Bahnsteige auf 55 Zentimeter Kantenhöhe angesetzt.

Abstimmung mit anderen Strecken

Ende November vergangenen Jahres hatte die Bahn AG das Gesamtprojekt auf 9,86 Millionen Euro beziffert. Darin sind die Planungskosten enthalten, an denen sich die Stadt Kirchhain gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund in den verschiedenen Phasen bereits beteiligt hatte. Derzeit wird die europaweite Ausschreibung des Projektes vorbereitet.

Etwas macht das Zeitfenster für den Baubeginn eng: Die Sperrpausen auf der Main-Weser-Bahn sind für das nächste Jahr schon beantragt. Während dieser Pausen ruht der Zugverkehr für Bauarbeiten ganz oder teilweise. Aus Planungsgründen müssen sie weit im Vorfeld festgelegt werden. Das war bereits vor dem barrierefreien Umbau des Stadtallendorfer Bahnhofs vor mehr als zehn Jahren eine Herausforderung und ein wichtiger Zeitfaktor.

Von Michael Rinde

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