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Ostkreis Drei Orden für „ein Stück Feuerwehr“
Landkreis Ostkreis Drei Orden für „ein Stück Feuerwehr“
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19:59 02.05.2022
Stefan Krähling (links) überreicht die Warnweste des Einsatzleiters an Marko Nau.
Stefan Krähling (links) überreicht die Warnweste des Einsatzleiters an Marko Nau. Quelle: Michael Rinde
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Amöneburg

Die Wahl verlief reibungslos und zügig, denn sie war gut vorbereitet. Marko Nau folgt in Amöneburg auf Stefan Krähling als Stadtbrandinspektor. Erster stellvertretender Stadtbrandinspektor ist Johannes Röding, zweiter Stellvertreter Philipp Hetzer.

Die erste gemeinsame Jahreshauptversammlung der Amöneburger Feuerwehren war aber vor allem auch ein Abschied von Stefan Krähling, der 18 Jahre Stadtbrandinspektor und 11 Jahre Stellvertreter war. „Sie haben ihren Dienst in einer Weise versehen, das war großartig“, sagte Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg. Krähling hinterlasse große Fußstapfen für seinen Nachfolger. Plettenberg räumte ein, dass das, was Krähling beklagt hatte – die Belastung durch Verwaltungsaufgaben –, ins Gewicht fällt. Die Bürokratie sei immens geworden. Plettenberg verspricht ausdrücklich mehr Hilfe aus der Verwaltung, insbesondere bei der Pflege der Software „Florix“.

Über sie laufen viele Prozesse und Statistiken für die freiwilligen Feuerwehren in Hessen. Und Plettenberg kündigt an, dass Amöneburg weiter in seine Wehren investieren will.

Die Stadt Amöneburg verlieh Krähling ihr Brandschutzehrenabzeichen in Gold. Auszeichnungen für Krähling hatte auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer zu überreichen. „Wenn aus Kameraden Freunde werden, dann ist das schön“, sagte Schäfer. In Amöneburg gehe mit Stefan Krähling „ein Stück Feuerwehr“. Er überreichte ihm im Namen des Landes Hessen den silbernen Brandschutz-Verdienstorden und den Orden des Kreisführerverbandes in Silber. Ausdrücklich hob Schäfer auch den Einsatz Krählings auf der Verbandsebene und bei der Jugendarbeit heraus.

46 Einsätze im vergangenen Jahr

46 Einsätze fuhren die Amöneburger Feuerwehren im zurückliegenden Berichtszeitraum. Darunter waren auch größere Einsätze wie der Brand in Mardorf.Besondere Priorität haben für die Feuerwehren ihre Atemschutzgeräteträger. In Amöneburg gibt es 59 registrierte Atemschutzgeräteträger, von denen aber nur 20 aktuell eine gültige Freigabe haben. „Ohne euch können wir keine Einsätze fahren“, appellierte Krähling an seine Kameraden, sich schnell wieder einsatzbereit zu machen, also auch die Tauglichkeitsnachweise nachzuholen. Ein Grund für die niedrige Zahl sind offenbar fehlende zeitliche Möglichkeiten, auf der Prüfstrecke der Marburger Feuerwehr seine Qualifikation zu erneuern. In Amöneburg hatten die Ehrenamtlichen daraufhin im vergangenen Jahr sogar selbst eine zugelassene Prüfstrecke angelegt. Kreisbrandinspektor Schäfer erklärte, dass an dem Thema in Absprache mit den Marburger Wehrmitgliedern gearbeitet werde.

Auch in Amöneburg hoffen die Verantwortlichen für die Jugendfeuerwehren darauf, dass die gemeinsamen Übungen bald wieder stattfinden. Das verdeutlichte Jugendwart Andreas Krähling. Den Kindern sei es schwer zu vermitteln, dass das Geschehen in Sportvereinen wieder laufe, bei der Feuerwehr aber noch nicht.

Beförderung und Prämien

Folgende Amöneburger Feuerwehrleute erhielten eine Anerkennungsprämie vom Land für ihre aktive Dienstzeit: für 10 Jahre: Mario Dippell, Feuerwehr Erfurtshausen, Martin Esch, Roßdorf, Matthias Luzius, Roßdorf und Dominik Weber, Amöneburg. Für 20 Jahre: Marc Maus, Roßdorf und Björn Schick, Mardorf; für 30 Jahre: Oliver Bieker, Rüdigheim und Andreas Schick, Erfurtshausen.
Beförderungen: Folgende Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wurden befördert: Zum Feuerwehrmann-Anwärter: Lena Waßmuth (Feuerwehr Rüdigheim), Emily Nau (Amöneburg), Fabio Weber (Roßdorf), Marco Kräling (Erfurtshausen), Elias Schick (Mardorf) und Samuel Schick (Mardorf). Zum Feuerwehrmann oder zur -frau: Kevin Wieber (Rüdigheim), Tobias Badouin (Roßdorf), Silas Gerlach und Max Schiele (beide Erfurtshausen). Zum Oberfeuerwehrmann oder -frau: Joscha Rippl (Rüdigheim), André Balzer (Rüdigheim), Cathrin Krähling (Rüdigheim), Simon Fischer (Roßdorf), Thomas Ried (Roßdorf), Nikolas Dippell (Erfurtshausen), Benedikt Riehl (Erfurtshausen), Lennhard Wagner (Mardorf) und Johannes Wiegand (Mardorf). Zum Oberlöschmeister: Andreas Krähling (Rüdigheim), Johannes Röding (Erfurtshausen). Zum Hauptlöschmeister: Lasse Maikranz (Roßdorf).

Von Michael Rinde

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