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Ostkreis Aus dem Fernseher wird ein „Televisorium“
Landkreis Ostkreis Aus dem Fernseher wird ein „Televisorium“
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18:17 06.08.2017
Von Matthias Mayer
Teilnehmerin Gabriele Heimann hält vor dem gemeinsamen Mittagessen eine Ansprache auf ­Latein. Fotos: Yanik Schick
Amöneburg

Der 13-jährige Fynn ist zum ersten Mal bei der Lateinwoche dabei. Extra aus München ist er angereist. „Ich bin positiv überrascht. Ich hätte es mir schwieriger vorgestellt, Latein zu sprechen“, sagt der Junge.

Die Sprache hat es ihm in der Schule angetan, schon seit der fünften Klasse lernt er Latein. Dabei übersetzt Fynn aber hauptsächlich ins Deutsche. Latein im Alltag zu sprechen, das ist neu für ihn.

Die ganze Woche über versuchen er und rund 60 andere Teilnehmer, sich in der Alltagssprache der alten Römer zu verständigen. Wie viel Uhr ist es? Wie finde ich den Weg? Was gibt es zu essen? „Wenn ich mal ­etwas nicht verstehe, kann ich aber auch auf Deutsch fragen“, berichtet Fynn. Seine Latein-Fähigkeiten haben sich binnen weniger Tage stark verbessert. „Die praktische Anwendung hilft schon weiter. Mittlerweile­ verstehe ich die Sprache fast problemlos.“

Vor allem aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien und der Niederlande sind die Gäste zur 35. Lateinwoche angereist. Im Johannes-Haus und den Räumlichkeiten der Stiftsschule kommen die Latein-Liebhaber zusammen - meistens in kleineren Gruppen -, sprechen miteinander, lesen und interpretieren Texte oder Gedichte.

„Es ist schade, dass man Latein in der Schule lernt und danach so wenig damit anfangen kann. Das ist die Motivation für die Leute, hier gemeinsam Latein zu sprechen“, erklärt Thomas Gölzhäuser, der die Woche organisiert.

Das Wichtige dabei: „Wir versuchen hier nicht, eine alte Zeit wieder aufleben zu lassen oder die Antike nachzuvollziehen. Es geht darum, Latein ins Moderne zu transportieren.“

In der Praxis sei das kein Problem, weil es heute auch für neuere Begriffe wie Fernseher („televisorium“) oder Computer („computatrum“) entsprechendes lateinisches Vokabular gebe.

von Yanik Schick

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