Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Auch das Europafest fällt Coronakrise zum Opfer
Landkreis Ostkreis Auch das Europafest fällt Coronakrise zum Opfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 06.04.2020
Beim Europafest 2018 traten unter anderem Bauchtanzgruppen auf. Bis zur Neuauflage dauert es nun ein Jahr länger. Quelle: Foto: Thorsten Richter
Anzeige
Stadtallendorf

Die Liste der Absage von Großveranstaltungen wächst weiter. Im Ostkreis sind bereits die Neustädter Trinitatis-Kirmes und die 725-Jahr-Feier von Emsdorf der Coronakrise zum Opfer gefallen. Die Stadt Stadtallendorf hat mittlerweile auch die Kunst- und Kulturtage komplett abgesagt. Außerdem hat sich der Arbeitskreis Europafest dazu entschieden, auch das Europafest ausfallen zu lassen, beziehungsweise es um ein Jahr zu verschieben.

Es hätte ein ganz besonderes Fest in diesem Jahr werden sollen. Schließlich existiert der durchweg ehrenamtliche Arbeitskreis nunmehr seit genau 30 Jahren. Aus diesem Anlass hatte sich der Arbeitskreis schließlich auch entschieden, noch einmal ein Konzert der in Stadtallendorf und Region besonders beliebten „Trenkwalder“ anzubieten. Eigentlich hätte das Konzert am 5. Juni und das eigentliche Fest dann am 6. Juni stattfinden sollen. „Doch wir können nicht so ein Fest feiern, wenn wir möglicherweise gerade erst alle wieder feiern dürften und Einschränkungen immer noch wahrscheinlich sein werden“, sagt Arbeitskreis-Sprecher Stephan Runge im Gespräch mit der OP. Der Arbeitskreis hat sich auch auf einen wahrscheinlichen Ersatztermin für das Europafest verständigt. Es soll aller Voraussicht nach nun am 4. und 5. Juni nächsten Jahres stattfinden. „Ich werde versuchen, auch die ,Trenkwalder’ für diesen Termin wieder zu verpflichten“, kündigt Runge an. Ob das gelingen wird, ist derzeit aber noch vollständig offen. Etwa 3000 Euro hat der Arbeitskreis bisher im Vorfeld in das Fest investiert, Geld, das wohl weg sein dürfte. „Außerdem trifft es vor allem die Vereine, denen die Einnahmen entgehen werden, mit denen manche auch kalkuliert haben werden“, sagt Runge. Positiv stimmt ihn dagegen, dass erste Sponsoren, die sich in diesem Jahr engagiert hätten, schon für das nächste Jahr fest zugesagt haben.

Anzeige

Dass die Stadtverwaltung schweren Herzens entschieden hatte, alle eigenen Veranstaltungen einschließlich der Kunst- und Kulturtage bis mindestens 15. Juni abzusagen, hatte beim Arbeitskreis den letzten Ausschlag bei der eigenen Entscheidung gegeben. Bei den Kunst- und Kulturtagen waren in der Zeit vom 2. Mai bis 13. Juni mehr als 30 Einzelveranstaltungen geplant. Die Verwaltung hatte die Kunst- und Kulturtage wieder gemeinsam mit dem Kulturkreis Stadtallendorf organisiert. Jetzt soll versucht werden, so viele Veranstaltungen wie möglich im nächsten Jahr nachzuholen.

Die Terminvergabe für die Kunst- und Kulturtage 2021 soll zentral gesteuert werden. Dabei gilt nach Angaben der Stadtverwaltung das Motto „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Daher bittet die Verwaltung alle Veranstalter und Interessierten, ihre neuen Terminwünsche ausschließlich per E-Mail an: christoph.grimmel@stadtallendorf.de und sascha.digula@stadtallendorf.de zu senden.

Von Michael Rinde

Anzeige