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Ostkreis Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte steht auf der Kippe
Landkreis Ostkreis Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte steht auf der Kippe
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07:58 17.08.2020
Vor fünf Jahren versuchte sich Marian Zachow, der Erste Kreisbeigeordnete, nach der Verleihung des Denkmalschutzpreises unter Anleitung von Kurt Rohde als Schmied. Quelle: Archivfoto: Matthias Mayer
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Schwabendorf

Gestern hatte das Schwabendorfer Dorfmuseum das erste Mal seit vielen Monaten geöffnet – insgesamt aber drohen beim Arbeitskreis Hugenotten- und Waldensergeschichte, der die Einrichtung betreibt, die Lichter auszugehen. Der Verein hat Probleme, den Vorstand zu besetzen. Die Lage ist so ernst, dass sich auch die Stadt Rauschenberg große Sorgen macht. Jeder Verein sei wichtig, betont Bürgermeister Michael Emmerich, aber der Arbeitskreis sei eben doch ein ganz besonderer Verein: Zum einen, weil er internationale Kontakte pflegt, zum anderen, weil er mit der Schmiede und dem Dorfmuseum zwei städtische Liegenschaften betreut, die sich bei Gästen großer Beliebtheit erfreuen.

Fünf Ziele schreibt sich der Verein auf die Fahne: die Erforschung und Dokumentation der Dorfgeschichte (samt der Pflege von Traditionen), die Einrichtung, Betreuung und Pflege des Dorfmuseums „Daniel-Martin-Haus“, die Bewahrung des Erbes der hugenottisch-waldensischen Vorfahren, die genealogische Forschungen und die Pflege der Verbindungen zu den Herkunftsgebieten der Vorfahren in Frankreich und Italien. Aus diesem Grund besteht neben dem Kontakt zu den ehemaligen Siedlungsgebieten auch eine enge Verknüpfung zum Verein Hugenotten- und Waldenserpfad (der an Schwabendorf vorbeiführt).

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Auf neue Mitglieder, gerne auch mit neuen Ideen, hofft Emmerich. Die Stadt hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis eine Infoveranstaltung initiiert, um Menschen für die Arbeit zu begeistern. Diese findet am Mittwoch ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. Zunächst spricht der Rathauschef über die Zusammenarbeit der Schwabendorfer Initiative mit der Stadt, danach widmet sich Vorsitzender Bernhard Böttge der Vereinsarbeit an sich. „Ich erwarte nicht, dass sich sofort Freiwillige für den Vorstand finden“, stellt Emmerich heraus. Er hoffe aber, Interesse zu wecken, um so zunächst neue Mitglieder zu gewinnen.

Der Arbeitskreis hat übrigens während der Corona-Zeit trotz der unklaren Zukunft seine Kreativität bewiesen und einen „kleinen virtuellen Rundgang“ durch das Dorfmuseum entwickelt, der auf der Homepage www.ak-schwabendorf.de zu sehen ist. So konnten Besucher einige Exponate auch während der erzwungenen Schließzeit bewundern.

Von Florian Lerchbacher

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