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Ostkreis Kollision in 300-Grad-Kurve bei Burgholz
Landkreis Ostkreis Kollision in 300-Grad-Kurve bei Burgholz
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22:00 18.03.2019
Symbolfoto: Wegen eines Unfalls musste sich ein Fahranfänger vor Gericht verantworten.  Quelle: Armin Weigel
Rauschenberg

Das Strafverfahren gegen einen 19-jährigen Autofahrer aus Rauschenberg, der am 27. Mai vergangenen Jahres auf der Kreisstraße 12 einen Unfall verursachte, wurde einvernehmlich von Staatsanwaltschaft und Gericht gegen Auflage eingestellt.

An dem fraglichen Tag befuhr der Jugendliche die Kreisstraße 12 zwischen Rauschenberg und Burgholz. In der annähernd 300 Grad scharfen Rechtskurve etwa einen Kilometer vor der Ortslage Burgholz geriet er auf die Gegenfahrbahn und rammte ein ihm entgegenkommendes Fahrzeug einer ebenfalls aus Rauschenberg stammenden jungen Frau.

Das könne jedem Verkehrsteilnehmer passieren, meinte Strafverteidiger Sascha Marks, der den Unfallverursacher vertrat. Sein Mandant habe die Kurve falsch eingeschätzt, erklärte der Anwalt während der Hauptverhandlung vor dem Kirchhainer Amtsgericht.

Da der Unfallverursacher bisher noch nicht straffällig in Erscheinung getreten ist und der Schaden durch die Versicherung reguliert worden sei, schlug die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe vor, das Verfahren gegen Auflage einzustellen. Strafrichter Joachim Filmer stellte sich diesem Vorschlag nicht entgegen – ebenso wenig die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft.

Die vom Gericht verhängte Auflage: Der junge Mann muss bis Ende Mai an einem Verkehrsseminar teilnehmen. Macht er das nicht, sieht man sich vor Gericht wieder.

von Heinz-Dieter Henkel