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Ostkreis Berger passen ihr Programm an
Landkreis Ostkreis Berger passen ihr Programm an
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11:00 13.09.2020
Amöneburg wird im nächsten Jahr 1300 Jahre alt und feiert dies angepasst an die Zwänge der Corona-Pandemie. Quelle: Thorsten Richter
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Amöneburg

Die „Stadt auf dem Berg“ besteht seit 1299 Jahren. Seit langem bereiten sich die Organisatoren rund um den Verein „Amöneburg1300“ auf die Jahrhundertfeier vor. Das Programm war bereits weit gediehen, als die Corona-Pandemie die Welt traf und beinahe alles veränderte. Doch nicht den Willen der Verantwortlichen, im nächsten Jahr trotzdem zu feiern. „Wir haben uns die Entscheidung alle nicht leicht gemacht“, sagt Freddy Greib vom Vorstandsteam. Deshalb legten alle Beteiligten noch einmal Hand an das Programm. Und jetzt ist klar: Amöneburg wird feiern, wenn auch mit einem etwas anderen Inhalt. Alle Beteiligten waren sich einig: Gefeiert wird nur im eigentlichen Festjahr. Eine Verlegung auf das Jahr 2022 stand nicht zur Debatte.

Auf Großveranstaltungen wird verzichtet, alles, was an Programmpunkten vorgesehen ist, ist auf die jetzt geltenden Hygieneregeln ausgerichtet. „Wir sind immer in der Lage, flexibel zu reagieren und das Programm anzupassen“, sagt Greib. Alles ist mit der Stadt als Träger der Jahrhundertfeier abgestimmt. Viele Programmpunkte lehnen sich dabei an Veranstaltungen an, die in Amöneburg Tradition haben und die nur etwas anders gestaltet sein werden, eben auf das Jubelfest zugeschnitten. Deutlich abgespeckt haben die Beteiligten das Programm in der Festwoche. Wie gesagt, auf Großveranstaltungen verzichten alle dabei mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie, die auch 2021 noch ein Thema sein wird. „Sollte sich die Lage entspannen werden wir vielleicht neu überlegen“, sagt Freddy Greib stellvertretend für alle. Bei vielen Veranstaltungen wird es dabei Voranmeldungen geben müssen, um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

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„Wir wollen attraktiv sein für unsere Gäste“

Noch etwas haben die Planer bisher geschafft: Sie hatten sich vorgenommen, nachhaltig und sehr umweltschonend zu arbeiten. Das schließt Einweggeschirr beispielsweise aus und erfordert in Pandemie-Zeiten Kreativität. Ein Beispiel: Beim Weinberg während der Festwoche dient das Glas, das die Besucher kaufen werden, als Eintrittskarte.

Die Kirchengemeinde beteiligt sich besonders intensiv am Programm, wobei viele ohnehin anstehende Veranstaltungen sich einfach sehr gut in das Jubiläumsjahr einpassen lassen werden.

Bürgermeister Michael Plettenberg ist mit dem Programm auch rundherum zufrieden. „Wir wollen attraktiv sein für unsere Gäste“, verspricht er im Gespräch mit dieser Zeitung. Verein und Bürgermeister heben einen Programmpunkt unisono hervor: Das geplante Bonifatius-Musical im September, eine besondere wie auch besonders herausfordernde Veranstaltung. Das Musical sei sicherlich das absolute Highlight im Programm, unterstreicht auch Plettenberg. Der heilige Bonifatius sei eben für die Stadt Amöneburg und ihre Bewohner eine zentrale Figur. Das erste Casting von Darstellern hat bereits stattgefunden. So viele Veranstaltungen wie nur möglich wollen die Organisatoren im Festjahr an der frischen Luft stattfinden lassen, weil dies zum Schutz vor Corona besonders effizient ist.

Froh sind die Organisatoren darüber, dass sich viele Amöneburger bereits bereiterklärt haben, sich mit zu engagieren, damit ihr Festjahr eben etwas Besonderes werden kann – trotz der Pandemie. Vereine, Schulen, Kirchengemeinde, Stadt, alle sollen sich wiederfinden. „Und was die Vereine während des Festjahres einnehmen, das bleibt auch bei ihnen“, verspricht Freddy Greib.

Bürgermeister Plettenberg kündigt auch an, dass wohl noch in diesem Jahr eine Festschrift fertiggestellt wird. „Das wird dann auch eine Art Einstieg in unser Jubiläumsjahr“, so Plettenberg.

Von Michael Rinde

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