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Ostkreis Eine Tasche voller Ideen
Landkreis Ostkreis Eine Tasche voller Ideen
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17:58 28.07.2021
Christin Klein (von links) präsentiert mit Sohn Nils sowie Tochter Jonna (rechts) und Maren Weber-Lambrecht mit ihren Kindern Nora und Arno Weber den Inhalt der Jubiläums-Kindertaschen.
Christin Klein (von links) präsentiert mit Sohn Nils sowie Tochter Jonna (rechts) und Maren Weber-Lambrecht mit ihren Kindern Nora und Arno Weber den Inhalt der Jubiläums-Kindertaschen. Quelle: Foto: Florian Lerchbacher
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Amöneburg

Ausgerüstet mit einer grünen Tasche erkunden Kinder dieser Tage die Stadt Amöneburg, lernen ihre Besonderheiten kennen – und sorgen in diesem Zuge dafür, dass auch Eltern und/oder Großeltern so manche Neuentdeckung machen.

Dafür gesorgt hat der Verein „Amöneburg 13Hundert“, der eine Initiative von jungen Familien aufgriff. Ziel sei es gewesen, zum Jubiläum auch etwas für die Kleinsten anzubieten, erinnern sich Christin Klein und Maren Weber-Lambrecht. Durch Corona und die daraus resultierenden Einschränkungen seien daraus die „Kindertage zum Mitnehmen“ geworden.

13 Ideen stecken in der Tasche – beispielsweise eine Becherlupe, mit der Kinder beispielsweise an der Waschbach (wo Bonifatius vor 1300 Jahren die ersten Christen der Region getauft haben soll) die Natur erkunden können. Außerdem gibt es einige Aufgaben zu lösen, die letztendlich an eben jenen Ort führen und einen Zahlencode ergeben.

Mit dem lässt sich ein Tresor öffnen, der eine Überraschung bereithält (und nein: Der Code ist nicht 1300!). Ebenfalls ist eine Birkenscheibe enthalten, mit der sich basteln lässt. Es sei gar nicht so einfach gewesen, 100 Baumscheiben für die Taschen zurechtschneiden zu lassen, erinnert sich Klein – die gleich zwei Amöneburgern in diesem Zusammenhang dankbar ist: zum einen ihrem Vater, der beim Scheibenschneiden seine Säge erledigte, zum anderen Peter Braun, der spontan aushalf und die Aufgabe fertigstellte.

Die Tasche sei quasi eine Ideensammlung, mit der sich in Amöneburg einige Tage verbringen ließen, ergänzt Weber-Lambrecht. Sonntags können die Kinder beispielsweise zwischen 15 und 17 Uhr an die Burgruine kommen, um ein Amöneburg-1300-Banner mitzugestalten oder Spielangebote zu nutzen.

Andere Ideen für die Familien ins Stadtmuseum oder ins Naturschutz-Informationsmuseum. „Viele wissen gar nicht, was Amöneburg alles bereithält. Wir möchten, dass die Bürger ihre Heimatstadt mit all ihren Angeboten wiederentdecken“, sagt Klein. Das Motto laute: Kommt raus und werdet aktiv. So warteten beispielsweise am Holzspielplatz an der Wenigenburg eine Spielebox oder am Eisenspielplatz andere Attraktionen. Und für diejenigen, die nicht wissen, wo diese Orte sind, steckt in der Tasche auch ein Stadtplan.

Auch die Stadt hat sich eingebracht: Kinder können auf der Geotour „Stock und Stein“ Aufgaben meistern und die Lösung im Rathaus (Betreff: Kindertasche) abgeben – dann bekommen sie einen Preis. Des Weiteren steckt noch ein Gutschein der Amöneburger Gastronomen darin, mit dem sich Jungen und Mädchen eine Leckerei abholen können – was genau das sein wird, ist natürlich eine Überraschung (die überall unterschiedlich ausfällt).

Der Betreiber des inzwischen in Amanamarkt umbenannten örtlichen Supermarktes habe für die Umsetzung des Projektes Kindertasche 1 300 Euro zur Verfügung gestellt, betont Freddy Greib, einer von drei Vorsitzenden von „Amöneburg 13Hundert“. Außerdem habe er mehrere der zum Jubiläum herausgegebenen Bücher „1300 Jahre Amöneburg – dem Himmel so nah“ finanziert, damit diese an finanziell schwächere Menschen weitergegeben werden können. „Ein super Partner“, lobt Greib den Sponsor, der namentlich nicht genannt werden will.

„Open Airmöneburg“

und andere Festivitäten

All jene, die nun Amöneburg anhand der Kindertasche erkunden wollen, müssen leider enttäuscht werden – denn die 100 aufgelegten Taschen waren im Nu vergriffen, als der Verein sie in Grundschule und Kita anbot. Doch wenigstens warten noch ein paar Aktionen, die sich angesichts der vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen aller Voraussicht nach ausrichten lassen.

Für den 31. Juli (ab 19 Uhr) ist ein „Sundowner“ auf dem Marktplatz geplant, der den monatlich dort stattfindenden Oldtimertreff begleitet. „Ray Allen and his Band“ werden Musik der 1950er- und 1960er-Jahre spielen, zu der Rock’n’Roll-Tänzer auftreten. Am schönsten wäre es, wenn auch die Besucher der Veranstaltung Kleidung der 50er und 60er trügen, sagen die Vereinsmitglieder. Die haben außerdem noch einen französischen Foodtruck organisiert, aus dem es Wein und Käsespezialitäten geben soll. Gäste werden gebeten, sich über die Homepage der Stadt (www.amoeneburg.de) anzumelden – ansonsten müssen vor Ort die Kontaktdaten aufgenommen werden.

Am Freitag, 27. August, steht dann das Rockkonzert „Open Airmöneburg“ an. Karten gibt es über den Online-Shop der Stadt. Einen Tag später veranstaltet der Verein dann ab 18 Uhr einen Dämmerschoppen mit Illumination, die an Vulkane und Lava erinnert. Sonntags ist dann der Bischof zum Festgottesdienst „150 Jahre Stiftskirche“ zu Gast. Montags soll ein Frühschoppen stattfinden.

Für Samstag, 18. September, ist dann ein Garagenflohmarkt vorgesehen, bei dem die Besucher in der Kernstadt von Garage zu Garage der Teilnehmer tingeln können.

Weitere Informationen unter www.amoeneburg13hundert.de

Von Florian Lerchbacher

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