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Ostkreis Am Eichenhain wächst Neues in die Höhe
Landkreis Ostkreis Am Eichenhain wächst Neues in die Höhe
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15:58 31.05.2021
Frank Hertel (von links) vom Unternehmen Goldbeck und Investor Udo Wasmer stecken unter Beobachtung von Bürgermeister Christian Somogyi eine Ausgabe der Oberhessischen Presse in eine „Zeitkapsel“.
Frank Hertel (von links) vom Unternehmen Goldbeck und Investor Udo Wasmer stecken unter Beobachtung von Bürgermeister Christian Somogyi eine Ausgabe der Oberhessischen Presse in eine „Zeitkapsel“. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Betonfahrzeug reiht sich in der Straße Eichenhain am vergangenen Freitag (28. Mai) an Betonfahrzeug. Es entsteht die Bodenplatte für ein neues Mehrfamilienhaus. Bauherr ist die Eichenhain Gbr. Sie schafft, verteilt auf zwei Gebäude, 36 neue Wohnungen im Eichenhain. Dafür nutzt das Unternehmen freie Flächen, in der Vergangenheit standen dort Schuppen und Baracken, vor allem Lagergelegenheiten. Teilweise standen die schon lange leer.

Vor etwa sieben Jahren übernahm die Eichenhain Gbr an diesem Standort bereits 135 Wohnungen, verwaltet werden sie wie auch Wohnungen in Alsfeld oder Lauterbach beispielsweise von der Arenova GmbH.

Ein neuer Schritt

In die älteren Gebäude hat die Gesellschaft bereits nachhaltig investiert, statt Ölöfen gibt es Zentralheizungen und zeitgemäße Fenster, die Fassaden wurden gestrichen und instandgesetzt.

Das Neubauprojekt ist für das Unternehmen allerdings auch ein neuer Schritt, wie Arenova-Geschäftsführer Udo Wasmer selbst sagt. Wasmer ist auch an der Eichenhain Gbr beteiligt. Die beiden Neubauten errichtet das Unternehmen Goldbeck, das bei diesem Projekt auf serielle Bauweise setzt. Alle entscheidenden Elemente werden von Goldbeck vorproduziert und an der Baustelle erst zusammengefügt und mit Beton verklebt.

Fertigstellungstermin im Frühjahr 2022

Badezimmer werden komplett im Stadtallendorfer Süden angeliefert und dort in die Wohnungen eingefügt werden. Alles werde im eigenen Werk geplant und gebaut, sagt Frank Hertel, Leiter der Goldbeck-Geschäftsstelle Wohnen in Bielefeld. „Das macht eben auch schnelles Bauen möglich“, erklärt er den schnellen Fertigstellungstermin. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die ersten Mieter einziehen. Hertel lobt bei dieser Gelegenheit die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten, ausdrücklich auch der Stadt, bei der Projektentwicklung. Selbstverständlich sei das eben nicht.

Es ist insgesamt ein Millionenprojekt. Der Bauherr gibt am Eichenhain für die beiden Neubauten insgesamt sechs Millionen Euro aus, wie Wasmer gegenüber der OP erläutert.

Verschiedene Wohnungen

Es gibt Wohnungen in ganz unterschiedlicher Größe: Ein-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe zwischen 38 und 46 Quadratmetern, Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 63 Quadratmetern und Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 80 und 98 Quadratmetern Größe. „Es ist für jeden Bedarf etwas dabei“, sagt Udo Wasmer. Alle Erdgeschosswohnungen sind barrierefrei geplant. Noch schließt Arenova keine Verträge ab. „Aber es gibt schon Interessenten für die ersten Wohnungen, die Nachfrage ist da“, berichtet Arenova-Geschäftsführer und Miteigentümer Wasmer.

Beide Gebäude werden nach dem KfW-Standard 55 errichtet, sind also dementsprechend isoliert. Es gibt ein Blockheizkraftwerk.

Mehr Parkplätze

Der Wohnungsbedarf ist in Stadtallendorf ungebrochen groß. „Leerstand gibt es bei uns nicht“, sagt Bürgermeister Christian Somogyi beim symbolischen Startschuss für das Großvorhaben am Eichenhain. Er hebt hervor, dass der Bauherr mehr Parkplätze schaffen wird als eigentlich nach der Stellplatzsatzung nötig.

Die Bauherren werden einen Teil dieser Parkplätze mit Lademöglichkeiten für E-Autos von Mietern versehen, die Leitungen dafür liegen bereits. Mittlerweile gehört auch das kleine frühere Moscheegebäude, ursprünglich ein Ladenlokal, direkt an der Niederkleiner Straße der Eichenhain Gbr. Udo Wasmer will dort ein Büro für Hausmeister und Verwaltung der Immobilien schaffen.

Der persönliche Kontakt

Es solle eben keine Hotline geben, sondern persönlichen Kontakt, sagt er. Aus dem zweiten Teil der Immobilie könnte ein passendes Geschäft werden.

Auch in die älteren Wohngebäude wollen die Eigentümer weiter investieren, unter anderem ist an Balkone gedacht. Und auch für den Elzerain, der an die Altbauten angrenzt, gibt es Zukunftsüberlegungen, dort zumindest einmal Parkflächen zu asphaltieren.

Von Michael Rinde

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