Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Am Edersee vom Wind verweht
Landkreis Ostkreis Am Edersee vom Wind verweht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 18.07.2017
Zusammen mit der DLRG übten die Fallschirmspringer von der Division „Schnelle Kräfte“ aus Stadtallendorf am Edersee das sogenannte Notlandeverfahren mit Landung im Wasser. Fotos: Peters Quelle: Claas
Stadtallendorf

21 Grad Wassertemperatur, 16 Meter Wassertiefe, nicht zu warm. Die Bedingungen waren perfekt in Waldeck am Edersee. Und trotzdem brauchten die Soldaten von der Division „Schnelle Kräfte“ aus Stadtallendorf einen langen Atem. Mehrere Fallschirmsprünge aus einer Transall in den Edersee wollten sie üben, über mehrere Tage. Doch es kam alles anders. Dabei war alles bestens vorbereitet. Die 40 Mitglieder der DLRG waren mit 13 Booten vor Ort und hochmotiviert. Aber erst hingen die Wolken zu tief, dann kam die Transall zu spät, dann nahm der Wind zu und drehte auch noch. Über vier Stunden mussten alle warten, ehe die ersten Springer die Transall verließen.

Vorher stieg der Wetterballon in die Höhe, wurde am Boden der Wind gemessen. Die Maschine, die erst morgens von Norddeutschland nach Allendorf/Eder gestartet war, flog zwei Mal über den Edersee, um genau zu prüfen, wo die Fallschirmspringer abspringen können. Denn Sicherheit spielt die größte Rolle bei dieser Übung.

100 Kameraden sollten in 200 Sprüngen das sogenannte Notlandeverfahren aus 400 Metern Abwurfhöhe üben. Manche hatten Gepäck dabei, andere Waffen, manche beides. „Es wird eben der Ernstfall geübt“, erklärte Oberstleutnant Nora Bach-Sliwinski.

Nur gut eine Minute bleibt den Fallschirmspringern nach Verlassen der Maschine, um sich zu orientieren, um zu prüfen, ob der Fallschirm sich automatisch geöffnet hat und wo genau gelandet wird. „Das muss ein Automatismus werden, die Abläufe im Unterbewusstsein passieren. Viel Zeit zum Überlegen bleibt da nicht“, so Bach-Sliwinski. Einer der erfahrensten Springer der Truppe ist Peter Müller. Auf 25 Dienstjahre kann der Stabsfeldwebel zurückblicken. Er gehörte zum sogenannten Vorkommando, welches als erstes springt. „Wir wurden im Vorfeld ausführlich gebrieft und der Sprungverlauf war sehr gut“, resümierte der Stadtallendorfer.

Ein Kamerad gelangte trockenen Fußes wieder zurück an den Steg. Er wurde durch den Wind auf die Uferzone getrieben, sodass er nicht im Wasser, sondern im Sand landete. Denn lenken lassen sich die Schirme nicht. Die Landung war ein kleines Phänomen, aber wahrscheinlich der Grund, warum die Übung dann abgebrochen wurde. „Die oberen Winde haben in den letzten 15 Minuten so stark gedreht und zugenommen, dass eine Gefährdung nicht auszuschließen ist“, erklärte Hauptmann Kevin Sieghert mit Blick auf die Sicherheit seiner Kameraden. Gestern wurde mitgeteilt, dass die gesamte Übung abgebrochen wurde und die Fallschirmspringer nur noch über Land abgesetzt werden. Der Edersee hatte dann doch zu wenig Wasser.

Schade für die Ehrenamtler der DLRG. Denn für die wären die drei Tage auch eine sehr gute Übung gewesen. „Wann sonst können wir derart geballt unsere Einsatzfähigkeit proben“, so Sascha Hörmann von der DLRG. Für die erfahrenen Bootsführer war es eine Herausforderung. Denn durch die Fallschirme, die bei der Rettung der Springer im Wasser liegen, müssen die Boote anders anfahren als sonst. „Auch das Herausheben mit Fallschirm über die Bugklappe ist nicht alltäglich“, so Hörmann.

Schnell mussten sie vor allem sein, denn nach der Landung mussten die Soldaten eingesammelt, zurück zum Steg gebracht werden und die Boote wieder einsatzbereit mitten auf dem See für den nächsten Abwurf sein. „Bei den beiden Durchgängen hat das alles super funktioniert“, resümierte er.

Die Soldaten packten derweil ihre Fallschirme wieder aus, die nun zum Trocknen irgendwo in Deutschland in einen Turm gehängt werden.

von Katja Peters

Ostkreis Ortsdiener Karl - Liebe Leute,

Beifahrer sind schon etwas tolles. Vor allem die, die am Fahrstil rummäkeln. Zu langsam, zu schnell, zu wenig Abstand, die Ampel ist rot, grüner wird‘s nicht - alles schon gehört. Aber noch lange nicht alles gesehen - zumindest bis heute morgen.

06.07.2017

Stadtallendorf liegt in der Kriminalitätsstatistik 2016 hinter anderen Städten im Landkreis. Die Kriminalpolizei sieht in der zweitgrößten Stadt des Kreises auch keine besonderen Auffälligkeiten. Also kein Grund für eine Sicherheitsdebatte?

21.03.2018

Drei Rockbands und drei Rapper holen die "Fettfingaz" am Samstag nach Stadtallendorf - für den Brückenschlag zwischen den beiden Musikrichtungen ist die heimische Band selber zuständig.

30.05.2017