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Ostkreis Investition in die Zukunft
Landkreis Ostkreis Investition in die Zukunft
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18:00 05.01.2022
Der Hochbehälter wurde mithilfe eines Krans in die Erde eingelassen.
Der Hochbehälter wurde mithilfe eines Krans in die Erde eingelassen. Quelle: Privatfoto
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Albshausen

Es wurde Zeit. Der alte Hochbehälter, der die Albshäuserinnen und Albshäuser noch mit Trinkwasser versorgt, wurde 1952 erbaut und hat somit seine besten Zeiten schon lange hinter sich.

Das weiß auch Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich. „Der alte Hochbehälter ist eigentlich nicht mehr instand zu setzen und müsste vollständig saniert werden, weil er in Teilen schon undicht ist“, sagt Emmerich.

Weil ein neuer Hochbehälter die günstigere und praktikablere Lösung ist, wird nun bereits seit Oktober fleißig gebaut oberhalb der Albshäuser Siedlung. Zwei riesige Trinkwasserbehälter, die jeweils 75 Kubikmeter Wasser fassen und mittig durch einen Technikraum verbunden sind, wurden bereits angeliefert und ins Erdreich eingebettet. „Dabei handelt es sich um drei große Fertigbauteile aus Polyethylen“, erklärt Emmerich, der damit rechnet, dass die Bauarbeiten sich bis in den Frühling hineinziehen und die Kosten auf eine halbe Million Euro belaufen werden.

Gleicher Behälter wie in Josbach

Vor fünf Jahren wurde bereits der gleiche Trinkwasserhochbehälter für Josbach gebaut. Das große Röhrensystem aus Kunststoff sieht utopisch aus, bevor es unter einem Erdhügel verschwindet. Doch mit dieser als „zukunftsfähig“ geschätzten Technologie wurden in Josbach gute Erfahrungen gemacht – das bestätigen sowohl Emmerich als auch Rauschenbergs Wassermeister Uwe Hartmann. „Deshalb haben wir uns im Fall Albshausen auch für den gleichen Hochwasserbehälter entschieden“, so der Bürgermeister. Die Hochbehälter in den anderen Stadtteilen sind laut Emmerich wie der alte Albshäuser Hochbehälter in Betonbauweise gebaut – und im Laufe der Zeit vom Verfall bedroht. Für den ebenfalls aus dem Jahr 1952 stammenden Hochbehälter in Ernsthausen gebe es Überlegungen, ob es sinnvoll sei, eine Verbindungsleitung zum Hochbehälter in Rauschenberg zu legen. Dafür seien Prüfaufträge vergeben worden, berichtet der Bürgermeister.

Wasser hat „Sehr gute Qualität“

„Man muss da diverse Wasseranalysen durchführen“, erklärt Wassermeister Hartmann, der sich seit 1987 um das Trinkwasser-und Abwassersystem der Gemeinde kümmert und seit vielen Jahren auch Albshausens Ortsvorsteher ist. Dem Albshäuser Wasser bescheinigt er eine „sehr gute Qualität“. Kein Wunder, verfügt die Ortschaft am Rande des Burgwaldes ja schließlich auch über eine eigene Quelle.

In die Zukunft des 300-Seelen-Dorfes wird aktuell mächtig investiert. Derzeit laufen nicht nur Erschließungsarbeiten für die vier in Rekordzeit vergebenen Bauplätze – auch der lang geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses liegt in den letzten Zügen. Lediglich einige Bodenarbeiten in der Fahrzeughalle und im Wehrführrerraum müssten noch fertiggestellt werden, erklärt Emmerich. Er rechnet damit, dass die Arbeiten noch im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden – und damit die größte Invesition (1,2 Millionen Euro) in der Geschichte Albshausens beendet sein dürfte.

Dass so einiges in Albshausen passiert, freut den Rauschenberger Rathauschef: „Wenn man sieht, wie viel Kinder es mittlerweile in Albshausen gibt, ist das richtig toll“, findet Emmerich.

Von Nadine Weigel

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