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Ostkreis Helmut Heyn gibt Vorsitz ab
Landkreis Ostkreis Helmut Heyn gibt Vorsitz ab
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12:53 06.03.2020
War 18 Jahre im Vorstand der AWO Stadtallendorf: Helmut Heyn. Quelle: Foto: Klaus Böttcher
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Stadtallendorf

In seinen 18 Jahren als Vorsitzender der Stadtallendorfer AWO hat Helmut Heyn einen starken und sehr aktiven Ortsverein geformt. Nun gibt er den Vorsitz ab. „Ich bin jetzt 79 Jahre alt, deshalb gebe ich den Vorsitz des Ortsvereins ab und bleibe einfaches Mitglied“, sagt Helmut Heyn. Er beteuert sogleich: „Die Nachfolge ist gesichert.“ Die ehemalige Leiterin des Altenzentrums der AWO in Stadtallendorf Hedwig Clasani hat kürzlich bei ihrer Zurruhesetzung angekündigt, dass sie sich im Vorstand des Ortsvereins ehrenamtlich engagieren möchte. Die Wahl findet bei der Mitgliederversammlung am 7. März statt.

Heyn, der ehemalige Leiter des Amtes für Soziales, Sport und Kultur bei der Kirchhainer Stadtverwaltung wurde 2002 in den Vorstand des Stadtallendorfer Ortsvereins der AWO gewählt. Zunächst als Schriftführer, doch ein Jahr später übernahm er den seit 2000 vakanten Posten des Vorsitzenden. „Mein Schwerpunkt waren die Mitglieder“, erzählt Heyn. Er habe alle Mitglieder zu Hause besucht und noch heute besucht er die Mitglieder zu runden Geburtstagen. In den Jahren 2001 bis 2003 habe es Unregelmäßigkeiten im Kreisverband gegeben, was sich auf die Mitgliederzahlen in den Ortsvereinen ausgewirkt habe, bedauert er. Auch hätten zu der Zeit keine Reisen stattgefunden.

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Das änderte sich unter der Regie von Helmut Heyn, der selbst gerne reist. „Die erste Reise ging nach Rügen“, erzählt er und betont, dass bis heute 89 Reisen und Tagesfahrten stattfanden. Dann gerät er ins Schwärmen, denn die Reisen führten beispielsweise an die Nord- und Ostsee, St. Petersburg, Holland, Sizilien in das Elsass oder nach Rom. Die Tagesfahrten gingen in die nähere Umgebung in Hessen oder die benachbarten Bundesländer und hatten immer ein Thema. So beispielsweise Handwerk und Tradition mit Besuchen in einer Töpferei, Teppichknüpferei oder einer Glockengießerei. „In den ersten Jahren war ich Mädchen für alles“, erklärt Heyn im Gespräch mit der OP. Er organisierte selbst alle Fahrten und Veranstaltungen, die er auch moderierte. „Als ich die Fähigkeiten meines Vorstandes kannte, habe ich ein Team geformt und auch delegiert.“

Zu regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen zählen die wöchentlichen Clubnachmittage, bei denen sich die Besucherzahl verdoppelt hat oder der monatliche Frühstückstreff mit interessanten Vorträgen. Seit vielen Jahren veranstaltet der Ortsverein Faschingsfrühstückstreff, Kräppelessen oder Heringsessen, das beliebte Ostereierwürfeln sowie die jährlichen Grillfeiern. Zu den Veranstaltungen, die Helmut Heyn wieder belebt hat, gehören auch die Adventsfeier und das jährliche Helferfest für die vielen, die sich ehrenamtlich engagieren. Der Ortsverein zählt heute weit über 300 Mitglieder. Dazu sagt er: „In den 18 Jahren habe ich 320 Mitglieder geworben.“

„In den ersten Jahren war ich Mädchen für alles.“

Helmut Heyn engagiert sich nicht nur bei der AWO, sondern ist beispielsweise schon über 20 Jahre ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht Marburg. Er gehört dem Vorstand der Landesseniorenvertretung Hessen seit 18 Jahren an und möchte da auch weiter gerne mitarbeiten. Die Liste wo er sich ehrenamtlich engagiert oder engagiert hat lässt sich noch fortsetzten und das reicht auch schon bis in seine Jugend hinein. Er hatte sich schon immer dem Sport verschrieben, so war er ein guter Leichtathlet, besonders im Kugelstoßen, aber auch im Zehnkampf. In seinen Glanzzeiten lief er die 100 Meter handgestoppt in 10,7 Sekunden. Heute hält er sich durch Bewegung fit und besucht regelmäßig ein Fitnessstudio. Zudem ist er ein begeisterter Heimwerker, wovon vieles in und um sein Haus herum zeugt. Helmut Heyn ist von einem Fernweh beseelt. „Ich würde gerne Reisen, ob es eine Hallig oder die Sahara ist.“ Im vergangenen Jahr hat er gerade eine Nordamerikareise absolviert.

Demnächst wird Heyn eine AWO-Chronik von Stadtallendorf vorstellen. Darin ist die Zeit von 1947 bis 2002 zu lesen und zu betrachten unter dem Motto: „Wie hat es begonnen und was ist daraus geworden.“ Seine aktive Zeit als Vorsitzender des AWO Ortsvereins solle ein anderer beschreiben, meint er und dankt seiner Familie und besonders seiner Frau, die ihn immer verständnisvoll unterstützt haben.

Von Klaus Böttcher

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