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Ostkreis A49: Umweltschützer verhindern Fällungen
Landkreis Ostkreis A49: Umweltschützer verhindern Fällungen
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21:48 19.02.2020
Einsatzkräfte der Polizei stehen vor den gefällten Bäumen bei Maulbach. Quelle: Nadine Weigel
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Maulbach

Gegen 17 Uhr ziehen alle ab. Dutzende Polizisten marschieren zurück zu ihren Einsatzwagen, die an der Straße rund um ein Waldstück zwischen Maulbach und Wäldershausen geparkt sind. Dort hatte Deges, das Unternehmen, das die Vorarbeiten für den Bau der A49-Trasse koordiniert, am Morgen damit begonnen, Bäume zu fällen. Mit zwei Harvestern war das Unternehmen in dem kleinen Waldstück zugange. So lange, bis sich Umweltschützer den Maschinen in den Weg stellten und so weitere Arbeiten verhinderten.

„Die haben 200 Jahre ­alte ­Eichen gefällt, das hat mich richtig mitgenommen“, sagt Marion Pfeil und fasst sich ans Herz. Stundenlang hatte die Schweinsbergerin zusammen mit anderen Aktivisten eine Mahnwache auf den Baum­stümpfen abgehalten – unter den wachsamen Augen der Polizisten, die „die Versammlungsfreiheit garantiert hatten“.

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Laut Einsatzsprecher war es dabei den gesamten Tag ruhig und friedlich geblieben. Offensichtlich niemand hatte eine Eskalation im Sinn. Auch nicht Deges. Das betonte A-49-Projektleiter Bernhard Blümel im Gespräch mit der OP. „Wir wollen nicht provozieren, dass die Polizei Leute aus dem Wald tragen muss, deshalb hören wir hier erst einmal auf“, sagte Blumel.

Aktivisten lehnen Gespräch ab

Er bedauerte sehr, dass die Aktivisten ein Gespräch mit ihm abgelehnt hatten. „Das ist wirklich schade und kann ich nicht verstehen“, sagte er und unterstrich sein Unverständnis für die Störung der Arbeiten. Schließlich habe es sich dabei um bereits angekündigte restliche Fällarbeiten zur erforderlichen Umverlegung von Stromleitungen gehandelt. „Wir haben gesagt, dass wir die Hauptfällarbeiten im Dannenröder Forst in dieser Fällperiode nicht durchführen, aber diese vorbereitenden Fällungen hier bei Maulbach müssen eben sein“, so Blümel.

Die Aktivisten sahen das anders und kritisierten diesen „großflächigen Eingriff in den Wald, der eindeutig dem verhängten Rodungsstopp widerspricht“, wie es in einer Pressemitteilung des Aktionsbündnisses „Keine A 49!“ heißt.
„Wir haben uns heute wirklich direkt in den Weg gestellt und sind nicht den Aufforderungen der Polizei gefolgt, weil wir so empört darüber sind, dass hier die Rechtsstaatlichkeit nicht eingehalten wird“, erklärte Elke Müller vom Aktionsbündnis.

Fällarbeiten werden wohl pausiert

Schließlich habe zum einen das Bundesverwaltungsgericht noch nicht über die Klage gegen den Weiterbau der A 49 entschieden. Zum anderen seien Ausgleichsmaßnahmen, die vor Baubeginn zwingend notwendig wären, noch nicht durchgeführt, so Müllers Kritik.

Das Gesprächsangebot von Deges-Projektleiter Blümel habe man abgelehnt, weil „gerade in dem Moment, wo das ­Gespräch stattfinden sollte, wieder Harvestergeräusche zu hören waren und wir befürchten mussten, dass wir einfach von unserer Mahnwache weggelockt werden sollten“, so Müller auf Nachfrage der OP. Dass die Fällarbeiten am Donnerstag, 20. Februar, weitergeführt werden, davon sei nicht auszugehen, sagte Blümel.

von Nadine Weigel

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