Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Der Polizeieinsatz im Forst geht weiter
Landkreis Ostkreis Der Polizeieinsatz im Forst geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:22 16.11.2020
Quelle: Nadine Weigel
Anzeige

20 Uhr: Täglich grüßt der Waldbesetzer

Hier das zusammengefasste Tagesgeschehen. (Der Artikel ist nach Anmeldung für Abonnenten kostenfrei)

12.15 Uhr: Live-Video aus dem Wald

11.30 Uhr: Anzeigen und Schlagstöcke

Wie die Polizei mitteilt, versuchen drei Vermummte im Wald, eine Absperrung der Polizei zu durchbrechen. Dabei werden sie von etwa 25 Autobahngegnern verbal unterstützt. Polizisten setzen Schlagstöcke ein und nehmen drei Personen fest. (Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version berichteten wir an dieser Stelle, dass Waldbesetzer Polizisten mit Steinen und Hölzern bewarfen. Das hatte uns die Polizei zunächst so mitgeteilt, die Aussage jedoch kurz darauf korrigiert.) 

Anzeige
Foto: Nadine Weigel

11.15 Uhr: Frau stürzt fast von Hebebühne

Eine Frau ist gerade fast kopfüber von der Hebebühne gestürzt. Laut Polizei versuchte die Ausbaugegnerin selbst, sich aus dem Korb ins aufgestelltes Sprungkissen zu stürzen, Polizisten verhinderten. Auf dem Twitterkanal @keineA49 liest sich der Vorfall anders: "Während der Räumung fällt eine Person fast aus der Hebebühne, weil die Cops sich blöde anstellen." Die Frau jedenfalls wurde per Hebebühne auf den Boden gebracht und von Sanitätern versorgt. Da sie anschließend Widerstand gegen Einsatzkräfte leistete, wurde sie angezeigt. 

Foto: Nadine Weigel

---Hier unsere Bildergalerie zum heutigen Polizeieinsatz im Dannenröder Forst---

Polizeieinsatz im Dannenröder Forst - Tag 2

9.45 Uhr: Frau von Tripod geholt

Polizisten haben eine Waldbesetzerin aus dem Tripod geholt. 

Foto: Nadine Weigel

9.30 Uhr: Spezialkräfte bereiten sich vor

Wie die Polizei mitteilt, führt der kommunikative Ansatz nicht zum Erfolg. Dort, wo Autobahngegner nicht freiwillig von Bäumen und Tripods herunterklettern, bereiten sich Spezialkräfte der Höhenrettung bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Foto: Nadine Weigel

9 Uhr: Protest im Tripod

Polizisten umstellen ein besetztes Tripod und fordern den Waldbesetzer im Tripod auf, diesen freiwillig zu verlassen. Mehrere Waldbesetzer befinden sich zudem in Hängematten oder Klettergurten in Bäumen. Auch diese fordern die Einsatzkräfte zum Gehen auf. 

Foto: Nadine Weigel

8 Uhr: Polizei kundschaftet Wald aus

Mehrere hundert Polizisten sind im Dannenröder Forst eingetroffen. "Auch heute schauen wir uns wieder im Wald um, identifizieren und beseitigen mögliche Gefahrenquellen", informiert die Polizei. Laut einem Pressesprecher der Polizei wird es sehr wahrscheinlich noch keine Rodungen geben. Neben der Beseitigung potenzieller Gefahrenquellen stehe die weitere Räumung von Barrikaden auf den Zufahrts- und Rettungswegen an. Auch werde geschaut, ob über Nacht Barrikaden wieder aufgebaut worden seien. 

Foto: Nadine Weigel

Oder um es in den Worten der Waldbesetzer zu sagen: 

7.30 Uhr: B62 gesperrt

Wie die Polizei mitteilt, ist die Bundesstraße 62 zwischen Niederklein und Lehrbach komplett gesperrt. 

Der Hintergrund

Nach der Räumung erster Barrikaden wird der Polizeieinsatz im Dannenröder Forst an diesem Mittwoch fortgesetzt. In dem Waldstück protestieren Waldbesetzer gegen die anstehenden Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49, die nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden soll. Wann genau die Baumfällarbeiten beginnen, ist bisher noch unklar.

Bei den Räumungen am Dienstag war es der Polizei zunächst darum gegangen, Zufahrtsstraßen freizumachen. Neben Barrikaden aus Ästen und Baumstämmen wurde unter anderem auch ein Baumhaus entfernt. Auch mehrere Waldbesetzer holten die Beamten aus den Bäumen. Als Protestierende versuchten, auf eine Baumaschine zu klettern, setzten die Beamten einen Schlagstock ein, dabei wurde ein Gegner des Autobahnweiterbaus verletzt. Unsere Zusammenfassung vom Tag 1 im Dannenröder Forst könnt Ihr hier  nachlesen (erst einloggen, dann lesen) – oder hier im Video ansehen: 

von Nadine Weigel und unserer Agentur dpa

---Der Artikel wird aktualisiert---