Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Polizei begleitet Arbeitseinsatz im Maulbacher Wald
Landkreis Ostkreis Polizei begleitet Arbeitseinsatz im Maulbacher Wald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 02.11.2021
Im Maulbacher Wald begleitet die Polizei am Dienstag (2. November) einen Arbeitseinsatz der Forstbehörde. Bereits im vergangenen Jahr wurde im Maulbacher Wald unter den Augen der Polizei gerodet.
Im Maulbacher Wald begleitet die Polizei am Dienstag (2. November) einen Arbeitseinsatz der Forstbehörde. Bereits im vergangenen Jahr wurde im Maulbacher Wald unter den Augen der Polizei gerodet. Quelle: Archivfoto: Nadine Weigel
Anzeige
Maulbach

Ein weiteres Mal waren am Diensatg (2. November) Waldarbeiter auf der A-49-Trasse bei Maulbach im Einsatz. Im Zentrum stand dieses Mal die sogenannte Avacon-Trasse, eine Hochspannungsleitung direkt an der künftigen A 49. Die Leitung muss, das ist schon lange klar, aus dem Sicherheitsbereich der Autobahntrasse herausgelegt werden.

Lange Zeit schien denkbar, dass es an dieser Stelle zu weiteren Baumfällungen kommen könnte. Die sind seit 1. Oktober wieder erlaubt. Doch die Projektgesellschaft Deges, unter anderem für die Bauvorbereitung und somit auch für Fällarbeiten verantwortlich, hat sich in Abstimmung mit allen Beteiligten für eine andere Lösungsvariante entschieden: Ein Mast soll versetzt, einige weitere müssen umgebaut und angepasst werden.
Damit dies alles möglich wird, mussten Bäume an dem zu versetzenden Mast gekürzt oder gekappt und auf eine Höhe von etwa acht Metern gebracht werden. Außerdem kürzten Forstarbeiter Bäume nahe zweier Masten, die umgebaut werden müssen. Diese Baumarbeiten sieht Deges durch den Planfeststellungsbeschluss für diesen A-49-Abschnitt gedeckt.

Zivilfahrzeug der Polizei erleidet einen Platten

Die Polizei begleitete die Baumarbeiten gestern Vormittag auf Bitten der Forstbehörden. Probleme und Proteste gab es aber nicht, die Arbeiten waren am späten Dienstagvormittag bereits abgeschlossen. Ein Zivilfahrzeug der eingesetzten Beamten erlitt einen Platten, als es über einen Gegenstand ähnlich wie einem „Krähenfuß“ fuhr. Das war das einzige besondere Ereignis, das das Polizeipräsidium Gießen bei diesem Einsatz vermeldete.

„Für den Trassenbereich an sich sind keine Fällarbeiten mehr erforderlich“, erklärte Deges-Sprecherin Pia Verheyen gestern auf Nachfrage der OP. Fällungen seien allenfalls bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen noch möglich oder etwa auch bei der Pflege von Waldbeständen.
Im vergangenen Herbst und Winter hatte Deges Bäume für die A-49-Trasse im Herrenwald bei Stadtallendorf, im Maulbacher Wald und im Dannenröder Forst gegen erheblichen Widerstand von Autobahngegnern fällen lassen. Es kam zu einer der größten Polizeieinsätze in Hessen. Die Projektgesellschaft Deges ist von der Autobahn GmbH des Bundes beauftragt.

Von Michael Rinde