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Ostkreis Neuer Investor bringt neuen Schwung
Landkreis Ostkreis Neuer Investor bringt neuen Schwung
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17:00 12.03.2022
Ortsvorsteher Hans Degen (von links) mit Alexander Schlamp, Geschäftsführer der I.W.E.S. Gruppe, und Bürgermeister Olaf Hausmann.
Ortsvorsteher Hans Degen (von links) mit Alexander Schlamp, Geschäftsführer der I.W.E.S. Gruppe, und Bürgermeister Olaf Hausmann. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke
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Niederwald

Nachdem das Bauprojekt in der Gasse 1 in Niederwald von einem neuen Investor übernommen wurde, geht es voran. Die ehemalige Hofreite soll für 3,6 Millionen Euro zu einem Wohnhaus mit 16 Eigentumswohnungen umgebaut werden, die ehemalige Stallung soll Abstellfläche bieten, in die auch die Haustechnik integriert werden soll. Das Wohnhaus bleibt wie in der ursprünglichen Planung erhalten, allerdings wird kein weiterer Ausbau erfolgen, sondern die zwei bestehenden Wohnungen werden saniert. Baubeginn ist in diesem Frühjahr, die Fertigstellung ist im Sommer 2023 geplant. Aktuell finden Bodenuntersuchungen für die statischen Berechnungen statt.

Die leicht abgewandelten Planungen des Projektes stellte Alexander Schlamp, Geschäftsführer der I.W.E.S-Gruppe aus Gießen vor. Das Unternehmen hat bereits Erfahrungen mit der Realisierung ähnlicher Projekte in Marburg, Gießen und Richtung Frankfurt. Weil das Projekt für Diskussion im Kirchhainer Stadtteil gesorgt hat und noch immer sorgt, sollen die Planungen in gut zwei Wochen auch im Ortsbeirat vorgestellt werden. Ein besonderes Anliegen ist Schlamp, dafür zu sorgen, dass für die insgesamt 16 Wohneinheiten ausreichend Parkfläche zur Verfügung steht. Dass die Bewohner später die Nebenstraßen zuparken, soll auf diese Weise vermieden werden. Ausreichend Fläche sei vorhanden, bestätigte er während eines Vorort-Termins mit Bürgermeister Olaf Hausmann und Ortsvorsteher Hans Degen.

Dreiseitiger Charakter bleibt erhalten

Der Neubau, der in L-Form entsteht, wird zweigeschossig, jede Wohnung bekommt eine Terrasse oder einen Balkon. „Es ist uns wichtig, dass sich der Neubau in die Umgebung einpasst. Der dreiseitige Charakter bleibt erhalten“, sagte Schlamp. Ein Novum in dem dörflichen Niederwald: Es wird das erste Gebäude sein, das über einen Fahrstuhl verfügt. Die Wohnungsgröße variiert zwischen 47 und 78 Quadratmetern. Geplant ist, die Wohnungen als Eigentumswohnungen zu verkaufen. Die I.W.E.S.-Gruppe wird die Hausverwaltung übernehmen. In der Regel werden die Objekte in einem Turnus von zwei bis vier Wochen angefahren und begutachtet. „Die Qualität soll erhalten bleiben“, erläuterte Schlamp.

Öl oder Gas zum Heizen stellen keine Alternativen dar. Vielmehr setzt Schlamp auf eine Wärmepumpe und Solarthermie. Derzeit werden dazu Berechnungen vorgenommen. Ob auch Ladestationen für E-Autos vorgesehen sind, wollte Ortsvorsteher Degen wissen. „Nicht standardmäßig, aber wir werden das anbieten,“ sagte Schlamp.

Von Silke Pfeifer-Sternke