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Ostkreis Grenzwanderung zu Fuß oder per Traktor
Landkreis Ostkreis Grenzwanderung zu Fuß oder per Traktor
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00:23 29.06.2019
Jürgen Stock kutschierte Nele Grass (von links), Soey Grass, Paul Neubauer und Luisa Neubauer rund um Mengsberg. Quelle: Regina Ziegler-Dörhöfer
Mengsberg

Per Schlepper oder zu Fuß spürten die Grenzgänger auf zwei Routen den Besonderheiten in Wald und Flur nach. Zahlreiche Teilnehmer griffen auf ein Dutzend Schlepper mit anhängenden Wagen zurück, um zur historischen Siedlung Gerwigshains zu gelangen, bevor die Familie Hainmüller ihnen ein Blick in den modernen Kalkschotterabbau gewehrte. Klaus Hainmüller erklärte dabei die Maschinen und das Abbauverfahren.

Die Route führte entlang des Butterweges, der vom Heimat- und Geschichtsverein unter Federführung von Karl-Friedrich Friauf erst vor zwei Jahren wieder hergerichtet und freigelegt wurde. „Der Butterweg verband die Landbevölkerung mit Kassel und Südhessen. Über diese Route transportierten die Bauern ihre Waren zu den Märkten“, erklärte Helmut Zieße als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, der die Wanderungen in Kooperation mit den Waldinteressenten organisiert hatte.

Mengsberger setzen bei Wiederaufforstung auf Artenvielfalt

Die Gruppe, die zu Fuß ging, wanderte entlang des Naturlehrpfades unter Begleitung eines Umweltpädagogen des Forstamtes zu einer Windkraftanlage. Dabei wurde den Teilnehmern ein Blick ins Innere der Genossenschaftsanlage gewährt. Dem Wald schenkten die Wanderer auch ein besonderes Augenmerk – ein viel diskutiertes Thema waren die Schäden, die durch Trockenheit und Borkenkäfer-Plage ausgelöst worden waren.

Bei der Wiederaufforstung setzen die Mengsberger auf Artenvielfalt. Auch der Streuobstwiese, die mit ihren alten Obstbaumsorten immer wieder Besucher nach Mengsberg lockt, wurde Beachtung geschenkt. Nach gut zweieinhalb Stunden trafen sich die Ausflügler an der Grillhütte, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

von Regina Ziegler-Dörhöfer