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Nordkreis Spanka: Wollenberg war gewollt
Landkreis Nordkreis Spanka: Wollenberg war gewollt
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09:58 24.06.2020
Der Ausbau der Windenergie – hier Windräder in Brandenburg – sorgt in Wetter für Debatten. Quelle: Patrick Pleul/dpa/Archiv
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Wetter

Zum OP-Artikel über die Bürgerinitiative (BI) Windkraft Wetter möchte Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka anmerken, dass keinesfalls zu wenig Wind für das Aus der Vorrangfläche im Wollenberg verantwortlich war, sondern allein das Vorkommen von Fledermäusen.

Die BI stellt im Kampf gegen die Bebauung der Fläche zwischen Mellnau und Todenhausen für sich fest: „Wenn selbst auf dem Wollenberg Windkraft nicht funktioniert, sehen wir keine Chance, dass sie im Tal zwischen Wetter, Todenhausen und Mellnau einen Beitrag zur Energiewende bringt.“

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Spanka weiter: Dass wir gegen den Standort zwischen Mellnau und Todenhausen klagen, hat nichts damit zu tun, dass wir keine Windkraft bei uns wollen. Wir hätten sie gerne zusammen mit der Gemeinde Lahntal und den Stadtwerken Marburg im Wollenberg verwirklicht.

Die damals ermittelten mittleren Windgeschwindigkeiten lagen im Bereich, je nach Standort, zwischen etwa 6,3 bis 6,7 Meter pro Sekunde in Nabenhöhe. Die Nabenhöhe seinerzeit lag etwa bei 141 Meter für die Maschinen „Nordex“ N-117 mit je 2,5 MW. Der Wollenberg sei damit einer der windhöffigsten Standorte in der Umgebung.

Spankas Blick in die Zukunft

Unter heutigen Bedingungen insbesondere wegen einer fortgeschrittenen Technik, einer veränderten Gesetzgebung und mehr Wissen in der Ökologie sei der der Standort immer noch sehr interessant, meint Spanka. Allerdings ist er aktuell nicht mehr im geltenen Regionalplan Energie enthalten, weil ja dort das Vorkommen der geschützten Mopsfledermaus festgestellt wurde.

Bürgermeister Spanka ist sich sicher, dass Diskussionen zur Klimarettung und Energiewende bald anders geführt werden müssen: „Noch drei, vier warme Jahre und wir werden zum Umdenken gezwungen.“

Von Götz Schaub

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