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Nordkreis Vorfreude auf die nächste Förderphase
Landkreis Nordkreis Vorfreude auf die nächste Förderphase
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14:00 08.04.2022
Der Christenberg im Burgwald ist ein beliebter Ausflugsort. Hier ist die Originalvorlage von Otto Ubbelohdes Hexenhaus zu sehen, mit dem er das Märchen Hänsel und Gretel illustriert hat. Das Haus ist allerdings nicht aus Lebkuchen und beherbergt einen Ausstellungsraum.
Der Christenberg im Burgwald ist ein beliebter Ausflugsort. Hier ist die Originalvorlage von Otto Ubbelohdes Hexenhaus zu sehen, mit dem er das Märchen Hänsel und Gretel illustriert hat. Das Haus ist allerdings nicht aus Lebkuchen und beherbergt einen Ausstellungsraum. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Münchhausen

Ein Gründungsmitglied der Region Burgwald-Ederbergland von 1995 bleibt an Bord. Im 27. Mitgliedsjahr beschloss die Münchhäuser Gemeindevertretung, bis mindestens Ende 2029 weiter Mitglied zu bleiben und an der neuen Leader-Förderphase teilzunehmen. Es gibt eigentlich auch keinen zwingenden Grund, auszusteigen. Im Gegenteil: Mit Unterstützung des EU-Programms Leader zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes wurden seit Gründung der Landkreis-übergreifenden Region rund 350 Projekte mit 8,7 Millionen Euro Fördermittel unterstützt.

Kirchhains Ausstieg wird bedauert

Mit Bedauern nahm man in Münchhausen zur Kenntnis, dass die Stadt Kirchhain, ebenfalls Gründungsmitglied, aus dem Verbund der 15 Kommunen ausgestiegen ist. Die Kirchhainer Stadtverordneten hatten sich im vergangenen Jahr die Frage gestellt, wohin sie eigentlich gehören, nachdem sich die Region Marburger Land mittlerweile über Amöneburg und Stadtallendorf bis Neustadt erstreckt. Das Ergebnis ist bekannt: SPD und Die Linke sprachen sich mit einer Drei-Personen-Mehrheit gegen die Stimmen von CDU, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP für den Regionenwechsel aus.

Während Kirchhain in der Tat am südlichen Ende der Region angesiedelt war, liegt Münchhausen mitten drin. Und obwohl es sogar einen um 20 Prozent erhöhten Mitgliedsbeitrag gegenüber der vorangegangenen Förderperiode gibt, empfahlen bereits alle drei Ausschüsse der Gemeindevertretung im Vorfeld der Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstagabend im Bürgerhaus Münchhausen die Annahme des Beschlussvorschlages.

Der neue Mitgliedsbeitrag in Höhe von 3 767 Euro muss nun auch angesichts der vielen Fördermöglichkeiten nicht wirklich diskutiert werden. Es ging dabei darum, das Regionalmanagement aufgrund gestiegener Anforderungen personell besser auszustatten.

Themenfelder decken ein breites Spektrum ab

Derzeit wird eine neue lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet, mit der sich die Region Burgwald-Ederbergland für die neue Leader-Förderphase bewerben wird, informierte Münchhausens Bürgermeister Peter Funk. Die Förderphase ist für die Jahre 2023 bis 2027 geplant. Danach sollen sich aber noch zwei Übergangsjahre anschließen. Deshalb muss jede Mitgliedskommune, die an der Förderphase teilhaben will, verbindlich zusagen, auch in den zwei Übergangsjahren Mitglied der Region zu sein.

Die Themenfelder, auf die sich die geförderten Projekte beziehen sollten, decken einmal mehr ein breites Spektrum ab: „Arbeiten und Leben“, „Versorgung“, „Kultur“, „Freizeit“, „wirtschaftliche Entwicklung“, „ländlicher Tourismus“, „Gastgewerbe“, „regionale Vermarktung“ und „nachhaltiges Konsumverhalten“.

Von Götz Schaub