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Nordkreis Lkw-Unfall bei Cölbe: Brücke wieder offen
Landkreis Nordkreis Lkw-Unfall bei Cölbe: Brücke wieder offen
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13:31 05.07.2019
Ein Lkw stürzte bei Cölbe in die Lahn. Quelle: Nadine Weigel

Nachtrag Freitag, 13 Uhr: Nach Angaben der Polizei ist die Brücke zwischen Cölbe und Wehrda wieder für den Verkehr freigegeben. 

Nachtrag Freitag, 10 Uhr: Hessen Mobil peilt an, die Brücke im Laufe des Nachmittags wieder für den Verkehr freizugeben. "Momentan sind Brückenprüfer im Einsatz", sagt Hessen Mobil-Sprecherin Sonja Lecher. Das Geländer der Brücke werde derzeit mit einem Bauzaun gesichert. Außerdem werde noch Öl aus der Lahn abgesaugt. 

Nachtrag Freitag, 8 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, wurde der Sattelzug in der Nacht zu Freitag zwischen Mitternacht und 3 Uhr mit Hilfe eines Krans geborgen. Die Straße rund um die beschädigte Brücke bleibt aber vorerst noch voll gesperrt. Die Polizei schätzt, dass der durch den Unfall entstandene Schaden im unteren sechsstelligen Bereich liegt. 

Nachtrag Donnerstag, 20.35 Uhr: Der verunglückte Lkw kann erst am Freitag geborgen werden, teilt der Führungs- und Lagedienst der Polizei Mittelhessen mit. Die Brücke bleibt gesperrt. Aus Sicherheitsgründen könne die Strecke erst wieder freigegeben werden, wenn das durchbrochene Geländer repariert ist. Da dies über Nacht nicht möglich ist, werde die Unfallstelle gesichert und mit Schildern abgesperrt. Die Feuerwehr wird vor Ort die Stellung und die Ölsperre aufrecht halten. 

Der Unfallbericht: Der 61-jährige Lkw-Fahrer aus dem Neckar-Odenwald-Kreis fuhr gegen 14.40 Uhr auf der Kasseler Straße in Cölbe in Richtung Wehrda. Nach eigenen Angaben gegenüber der Polizei sei er mit einem Reifen gegen einen Bordstein gefahren. Daraufhin habe er die Kontrolle über seinen 40-Tonner verloren und kam nach links von der Straße ab. Der Lkw durchbrach das Brückengeländer und stürzte in die Lahn, nach einer ersten Schätzung der Polizei 13 Meter tief.

Ein Notarzt untersuchte den Fahrer vor Ort. Er erlitt nach derzeitigen Erkenntnissen nur leichte Verletzungen und Schürfwunden und wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in die Uni-Klinik gebracht. Die Polizei betont in ihrem Bericht, Alkohol habe bei dem Unfall keine Rolle gespielt.

Hunderte Liter Diesel drohten in die Lahn zu laufen. Die Feuerwehr war mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Die untere Wasserschutzbehörde war ebenso vor Ort wie die DLRG. Die Einsatzkräfte richteten Ölsperren auf der Lahn ein, damit der Treibstoff nicht weiterfließt. Kreisbrandmeister Stephan Schienbein versicherte, dass von dem ausgelaufenen Diesel keinerlei Gefahr für Menschen ausgeht, die in der Lahn baden. Man habe mehrere Sperren eingerichtet und somit den Großteil aufgefangen.

Zur Schadenshöhe könne man momentan noch keine Aussage treffen, hieß es am Abend von der Polizei.

Gepostet von Oberhessische Presse am Donnerstag, 4. Juli 2019