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Nordkreis Stadt Wetter baut Kita in Treisbach aus
Landkreis Nordkreis Stadt Wetter baut Kita in Treisbach aus
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00:17 15.05.2019
Das Storchennest wird mit Bundesmitteln bis Ende 2020 erweitert. Quelle: Dominic Heitz
Treisbach

Tatsächlich wird das Geld aber in die Sanierung und den Ausbau der Kindertagesstätte gesteckt. 517 547 Euro bekommt Wetter vom Bund aus dem Kommunalinvestitionsprogramm für das Storchennest. Damit nicht genug: Für drei weitere Projekte bekommt die Stadt ebenfalls aus dem gleichen Topf.

54 000 Euro gibt es für die energetische Sanierung des Feuerwehrstützpunktes in der alten Schule in Todenhausen, 67 500 Euro für eine neue Heizung im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Mellnau sowie 58 500 Euro für die Heizung im DGH in Amönau.

Im Kindergarten in Treisbach sind derzeit zwei Gruppen im Erdgeschoss untergebracht. Der Platz ist eng. Nachdem Anfang des Jahres die vermietete Wohnung im 1. Stock frei wurde, entschied sich die Stadt Wetter, dort zusätzlichen Platz für die Kinder zu schaffen. Für insgesamt 575 574 Euro werden oben etwa 90 Quadratmeter komplett saniert.
Um den aktuellen Anforderungen an Energieeffizienz zu genügen, wird das Dach neu gedeckt und neue Fenster werden eingebaut.

„So schnell wie möglich“ will Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka mit den Arbeiten beginnen. Derzeit werden die Ausschreibungen vorbereitet. Die Zeit drängt ein wenig. Bis Ende 2020 muss alles erledigt sein, weil die Fördermittel bis Mitte 2021 abgerechnet sein müssen.

Während der Arbeiten in Treisbach müssen die Kinder eine Zeit lang anderswo untergebracht werden. Derzeit sondiert die Stadtverwaltung noch die Möglichkeiten – beispielsweise im Bürgerhaus um die Ecke oder in Containern, wie es die Gemeinde Weimar mit der Blechbüchse praktiziert.

Der gleiche Zeitrahmen gilt für die kleineren Projekte in der Alten Schule sowie den beiden Dorfgemeinschaftshäusern. Die neuen Heizungen in den DGHs werden mit Öl betrieben. Bürgermeister Spanka sagt, er bedauere das ein wenig, weil er sich etwas Moderneres gewünscht hätte.

Die Stadt habe Alternativen prüfen lassen und verwerfen müssen, sagte er.
Ob von den Wünschen der Kinder in Treisbach am Ende doch noch etwas in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten. Ein Kind hatte sich ein Schwimmbad gewünscht, woraufhin sich Spanka etwas ratlos am Kopf kratzte. Aber vielleicht bleibt am Ende etwas Geld für eine Rutsche vom Balkon auf den Spielplatz übrig. Das hatten die Kinder auch auf ihrer Liste.

von Dominic Heitz