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Nordkreis Rekordverdächtig! Neun auf einen Streich
Landkreis Nordkreis Rekordverdächtig! Neun auf einen Streich
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12:35 30.07.2019
Sind die nicht total niedlich? Die neun kleinen Chihuahua-Welpen waren das Ergebnis eines Spazierganges ­ihrer Mutter Luna. Quelle: Nadine Weigel
Sterzhausen

Damit hat keiner gerechnet: Am 6. Juni hat Chihuahua-Hündin Luna neun gesunde Welpen auf die Welt gebracht. Das ist rekordverdächtig.

Angeblich liegt der weltweite Nachwuchs-Rekord bei der kleinsten Hunderasse der Welt bei elf Welpen. Geboren von einer Hündin in Amerika.

Lunas Frauchen Lena Korthals war auf jeden Fall baff über den ungewöhnlich großen Wurf, denn beim Tierarzt waren auf dem Ultraschallbild nur sechs Welpen zu sehen, was für diese kleine Hunderasse, die im Schnitt nur 1,5 bis 3 Kilo wiegen, allerdings auch schon viel ist.

„Zwei sind natürlich zur Welt gekommen und der Rest musste per Kaiserschnitt geholt werden“, erinnert sich die 22-Jährige an die aufregende Geburt. Erstaunlicherweise überlebten alle neun Hundebabys. „Bei einem musste die Tierärztin ganz schön kämpfen, aber er hat es auch gepackt.“

Die Nächte waren hart

Schon nach wenigen Tagen waren alle Neune gesund und munter. Und hungrig. Denn genug Milch hatte Mama Luna bei so vielen durstigen Mäulern nicht. Für Lena und ihre Freundin Alina Oellerich änderte sich schlagartig der komplette Alltag. Das Paar musste rund um die Uhr für die Welpen da sein.

„Das war schon hart, vor allem die Nächte“, sagt Alina lachend. Die beiden Frauen arbeiten in Marburg in einem Altenpflegezentrum. Neben diesem Knochenjob plötzlich auch noch Hundemamas von neun winzigen Welpen zu sein, war eine Herausforderung. Jede Stunde – auch nachts – mussten die Kleinen gefüttert werden. „Am Anfang haben wir sie noch mit Hilfe einer Spritze gefüttert, mittlerweile 
fressen sie auch Pastete“, freut sich Alina.

Die aufwendige Aufzucht funktionierte nur mit tatkräftiger Unterstützung von Familie und Freunden, ­wofür die beiden sehr dankbar sind. Die Welpen haben sich prächtig entwickelt, sie wuseln herum, hopsen umher und balgen sich. Anfang August soll die bunte Rasselbande ein neues ­Zuhause finden. Ob Lena und Alina einen Welpen behalten werden, wissen sie noch nicht. „Die Entscheidung fällt schwer, man hat ja schon alle sehr ins Herz geschlossen“, sagt die 24-jährige Alina und streichelt die ­kleinen Köpfchen.

Eine ungewollte Schwangerschaft

Namen hat der Nachwuchs auch schon, das Aufzählen holpert allerdings noch ein bisschen: „Ist gar nicht so leicht, sich die alle zu merken“, schmunzelt Alina, die anfangs eigentlich kein Chihuahua-Fan war, sondern eher auf Schäferhunde als treue Begleiter stand. Aber Balu, Zeus, Simba, Oskar, Daisy, ­Filou, Kiwi, Mini und Maja haben auch Alinas Herz weich werden lassen. „Sie abzugeben wird schon schwer“, weiß sie.

Übrigens sollte die zwei­jährige Chihuahua-Dame ­Luna eigentlich noch gar nicht tragend werden. Es war eher eine ungewollte Schwangerschaft. Beim Spazierengehen nahm die kleine Hündin reißaus, um mit ihrem Schwarm ein Schäferstündchen abzuhalten. Glücklicherweise handelte es sich bei Lunas Auserwählten ebenfalls um einen reinrassigen Chihuahua.

von Nadine Weigel