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Nordkreis Parlament will mehr Insekten im Lahntal
Landkreis Nordkreis Parlament will mehr Insekten im Lahntal
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13:00 18.07.2021
An sogenannten Schottergärten, die meist im kleinen Gartenteil vor Häusern angelegt werden, scheiden sich die Geister.
An sogenannten Schottergärten, die meist im kleinen Gartenteil vor Häusern angelegt werden, scheiden sich die Geister. Quelle: Archivfoto
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Caldern

So oft über die Wichtigkeit von Biodiversität gesprochen wird, so oft lassen sich in bebauten Siedlungen Gärten finden, die diesen Namen bis aufs Äußerste strapazieren. Stein-Arrangements, Sand, Splitt, Kies, Mulch und vielleicht die eine oder andere pflegeleichte Pflanze, die keinen „Dreck“ verursacht, finden offenbar immer mehr Anhänger.

In der Gemeinde Lahntal wurde dies nun Gegenstand einer Beratung im Parlament, das im neuen Feuerwehrhaus in Caldern tagte. Die SPD-Fraktion möchte den Gemeindevorstand damit beauftragen, für künftige Baugebiete, aber auch im Rahmen seiner generellen Öffentlichkeitsarbeit, die Bürgerinnen und Bürger dafür zu sensibilisieren, die Gartengestaltung so pflanzenbetont und abwechslungsreich wie möglich vorzunehmen, um somit die Artenvielfalt zu unterstützen. Rainer Kieselbach, der für die SPD den Antrag vorstellte, machte deutlich, dass es nur darum gehe, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, ihren Garten insektenfreundlicher zu gestalten. Schottergärten mögen mitunter geschmackvoll arrangiert sein, doch entziehen sie Insekten und Tieren immer mehr die Lebensgrundlage. Claus Opper von den Grünen begrüßte den Antrag. „Es ist wichtig und völlig richtig, nicht mit dem Holzhammer zu kommen. Es muss über die Information laufen. Unsere Bautätigkeit darf nicht dazu führen, dass die Biodiversität unter die Räder kommt.“

Von 24 Parlamentariern stimmten 22 dafür, eine Person enthielt sich, eine stimmte dagegen.

Von Götz Schaub

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