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Nordkreis Neue Sorten, neue Ideen
Landkreis Nordkreis Neue Sorten, neue Ideen
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09:58 26.06.2021
Arbeiten Hand in Hand: Mitarbeiter Alberto Brundu (links) und Inhaber Tommaso Ferrante beim Befüllen und Entleeren der Eismaschine.
Arbeiten Hand in Hand: Mitarbeiter Alberto Brundu (links) und Inhaber Tommaso Ferrante beim Befüllen und Entleeren der Eismaschine. Quelle: Tobias Hirsch
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Cölbe

Draußen steigen die Temperaturen, man sucht nach Abkühlung. Da kommt ein Eis gerade richtig. Bei den zahlreichen Eisdielen im Landkreis Marburg-Biedenkopf können sich die Bürgerinnen und Bürger ihr Eis schmecken lassen. Eine dieser vielen Eisdielen ist die Eismanufaktur I Trulli in Cölbe.

Es riecht nach frischem Basilikum und Zitrone, die Eismaschine brummt. Gegen 4 Uhr morgens steht Tommaso Ferrante, Inhaber der Eismanufaktur I Trulli, für gewöhnlich auf, um seine Eiskreationen herzustellen. Diesmal macht er mit seinem Kollegen Alberto Brundu am Vormittag noch eine Ladung Zitrone-Basilikum- und Himbeer-Rosmarin-Eis.

„Das Zitrone-Basilikum-Eis ist sehr frisch“, sagt Ferrante. Vor allem an heißen Tagen sei der zitronige Geschmack eine Abkühlung. Während er die Zutaten für das Eis in ein großes Behältnis tut und vermischt, erzählt er, dass er und seine Kollegen um die 350 Liter Eis pro Tag herstellen. Die Zentrale in Cölbe versorge nicht nur die weiteren eigenen drei Eisdielen in Kirchhain, im Schlossberg-Center und an der Ketzerbach in Marburg, sondern auch verschiedene Kunden wie Restaurants.

Inspiration aus dem Alltag

Nachdem die Zutaten, die frisch seien, wie Ferrante und Brundu beide betonen, vermengt sind, kommt die Flüssigkeit in die Eismaschine und wird bei -20 Grad Celsius zu cremigem Eis verarbeitet. Sowohl Ferrante als auch Brundu heben hervor, dass sie keine künstlichen Zutaten verwenden.

Tommaso Ferrante, der 2010 seine erste Eisdiele eröffnete, bietet seinen Gästen je nach Eisdiele zwischen 14 und 20 Eissorten. In diesem Sommer gibt es neben dem Zitrone-Basilikum-Eis, das bereits länger im Angebot dabei ist, auch eines aus der Mischung zwischen Himbeeren und Rosmarin. Die Fruchteissorten seien alle vegan. „Immer das Gleiche ist für die Kunden langweilig. Wir versuchen immer etwas Neues zu testen.“ Allerdings brauche eine neue Eissorte Zeit, damit sie ankomme.

Die Inspiration für neue Kreationen komme aus dem Alltag, sagt Ferrante. Beim Einkaufen zum Beispiel bekomme er neue Ideen und versuche unter anderem andere Geschmäcker nachzubauen. Bevor eine neue Eissorte in den Verkauf geht, muss sie zuerst den Chef und dessen Kollegen überzeugen. „Wenn es den Chefs nicht schmeckt, bekommt es der Kunde auch nicht“, erzählt Ferrante.

Neue Projekte geplant

Auch wenn neue spritzige Sorten beliebt sind, bleiben die Klassiker unumgänglich. Vanille, Schokolade, Pistazie und Mango seien unter den vielen Eisessern sehr gefragt. „Die Klassiker gehen immer“, sagt Ferrante, wobei es auch immer auf die Kunden ankomme. Manche seien experimentierfreudiger als andere.

Welche Sorten Alberto Brundu und Tommaso Ferrante selbst am liebsten essen, verraten sie gern. Beide mögen Pistazie sehr. Für Brundu kommen noch Haselnuss und Maracuja dazu. Ferrante ist mit salzigem Karamell eher auf der süß-salzigen Seite. Das „ändert sich aber auch“, fügt Ferrante hinzu.

Neue Projekte für seine Eismanufaktur hat der Inhaber auch schon in Planung. Er möchte einen Eisautomaten aufstellen, an dem man „24 Stunden am Tag und 12 Monate im Jahr Eis bekommt“. Auch für den Einzelhandel schmiede er schon Pläne. „Man muss immer etwas probieren“, sagt Ferrante.

Von Lucas Heinisch

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