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Nordkreis Münchhausen will mehr für den Klimaschutz tun
Landkreis Nordkreis Münchhausen will mehr für den Klimaschutz tun
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16:00 21.07.2022
Das Dorfgemeinschaftshaus Wollmar wurde bereits energetisch erneuert und auch mit Solar auf dem Dach ausgerüstet.
Das Dorfgemeinschaftshaus Wollmar wurde bereits energetisch erneuert und auch mit Solar auf dem Dach ausgerüstet. Quelle: Gemeinde Münchhausen
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Die letzte Sitzung der Münchhäuser Gemeindevertreter vor der Sommerpause war auch gleichzeitig die letzte vor der Bürgermeister-Direktwahl am 11. September. Die nächste Sitzung findet tatsächlich erst am 4. Oktober statt.

So nutzen die beiden Kandidaten zur Bürgermeisterwahl, Holger Siemon und Sandra Riehl, die einzige Gelegenheit, das Parlament vor der Wahl in Augenschein zu nehmen. Was sie zu sehen bekamen, dürfte sie keineswegs abgeschreckt haben, denn die meisten Beschlüsse fielen einstimmig. Allerdings werden die beiden auch zur Kenntnis genommen haben, dass die Gemeinde Münchhausen nicht gerade ein prall gefülltes Portemonnaie besitzt.

Förderprogramm soll Anschub bringen

Wünschenswertes, das auch in die Zeit passt, konnte noch nicht so umgesetzt werden wie eigentlich gewollt. So fehlte insbesondere Geld für Projekte des Energiewandels für die eigenen Liegenschaften und die Erzeugung von erneuerbarer Energie im Gemeindegebiet. Nun soll ein Förderprogramm Anschub bringen. Und zwar das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung – Zuschuss Klimaschutz und Klimaanpassung im Quartier KfW 432“. Die Förderung erreicht einen Deckungsgrad von 75 Prozent der entstehenden Kosten, wobei weitere 20 Prozent vom Land Hessen übernommen werden. Die Eigenmittel liegen dann tatsächlich nur noch bei fünf Prozent der Kosten. Die LandesEnergieAgentur teilt zudem mit, dass ein „abgestecktes Quartier“ auf seine energetischen Einsparpotenziale analysiert wird und dabei auch Alternativen zur Energieversorgung aufgezeigt werden. Für die kommunalen Liegenschaften können sogar detaillierte Planungen für die Modernisierungen in das Konzept fließen, das weitere Aspekte wie Soziale Infrastruktur, Barrierefreiheit, Wohnen im Alter und Klimaanpassung beinhalten kann. Dieses Konzept kann dann von einem Sanierungsmanager oder einer Sanierungsmanagerin weiter bearbeitet werden.

Die dazugehörige Stelle wird ebenfalls mit 95 Prozent gefördert. Eigentlich sollte der Gemeindevorstand Münchhausen schon damit beauftragt werden, eine Person für diese Aufgabe einzustellen, aber die Parlamentarier entschieden anders.

Im Bau-Ausschuss fand man die Idee besser, dass erst das Konzept stehen sollte, um dann eine darauf abzielende Stellenausschreibung vorzunehmen. Dieser Idee schlossen sich alle Gemeindevertreter an.

Nach Möglichkeit soll die Stelle interkommunal mit den Kommunen Lahntal und Wetter verwirklicht werden, heißt es noch im Beschluss.

Von Götz Schaub

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