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Nordkreis Mögliche Fusion wird zum ersten Thema
Landkreis Nordkreis Mögliche Fusion wird zum ersten Thema
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12:58 30.04.2021
Parlamentschef Roland Wehner (links) und Bürgermeister Peter Funk (rechts) mit den neuen Gemeindevorstandsmitgliedern Johannes Georg Schott (ab Zweitem von links), Dieter Höcker, Hans Martin Seipp, Gerhard Dennes, Mathias Koch und Michael Jacobi.
Parlamentschef Roland Wehner (links) und Bürgermeister Peter Funk (rechts) mit den neuen Gemeindevorstandsmitgliedern Johannes Georg Schott (ab Zweitem von links), Dieter Höcker, Hans Martin Seipp, Gerhard Dennes, Mathias Koch und Michael Jacobi. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Wollmar

Das neue Parlament Münchhausen macht dort weiter, wo das alte aufgehört hat, obgleich doch einige neue Gesichter dabei sind. Die UGL-Fraktion zeigt sich beispielsweise komplett erneuert. Der Slogan „weiter so“, der auf anderen Politikebenen mitunter kritisch diskutiert wird, hat in Münchhausen eine andere Bedeutung. Damit ist dort der respektvolle Umgang miteinander gemeint, der darin gipfelt, dass ausnahmslos alle Wahlen, die bei einer konstituierenden Sitzung abgearbeitet werden müssen, im Vorfeld so besprochen wurden, so dass es zur Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Wollmar jeweils einen gemeinsamen Wahlvorschlag gab.

So musste nicht geheim abgestimmt werden, und es gab auch keine Kampfabstimmungen über Posten. Die drei Fraktionen trugen dem Ausgang der Wahl Rechnung. So wurde einstimmig Roland Wehner von der SPD-Fraktion wieder zum Parlamentsvorsitzenden gewählt.

Hans Martin Seipp wird bestätigt

Der Listenvorschlag für den Gemeindevorstand wurde so ausgearbeitet, dass Hans Martin Seipp von der SPD in seinem Amt als Erster Beigeordneter bestätigt wurde. Zudem gibt es den Zusatz, dass bei einem Ausscheiden aus dem Gemeindevorstand immer die Fraktion ein Vorschlagsrecht hat, die diese Person vorgeschlagen hat. Dazu haben die Fraktionen jeweils eigene Nachrückerlisten erstellt, die so mit beschlossen wurden. So ist gewährleistet, dass die Kräfteverhältnisse im Gemeindevorstand immer gleich bleiben.

Im Vergleich zum Gemeindevorstand, der bis zuletzt im Amt war, gibt es nur zwei Änderungen: Hans-Hermann Zacharias und Nachrücker Helmut Briel, die beide auf Vorschlag der SPD in diesem Gremium tätig waren, werden nun ersetzt durch Michael Jacobi und Mathias Koch. Johannes Georg Schott und Gerhard Dennes bleiben die beiden CDU-Vertreter und Dieter Höcker der Vertreter der UGL.

Nächste Sitzung Mitte Juni

Damit bleibt es zunächst einmal bei einer reinen Männer-Runde im Gemeindevorstand. Hingegen, wenn einmal Roland Weber verhindert sein sollte oder die Sitzungsleitung mal kurzfristig wechseln muss, wird sicher eine Frau übernehmen, entweder Karin Lölkes von der CDU, die darin auch schon viel Übung hat, oder wenn auch sie nicht kann, dann Ulrike Mann von der UGL.

Die nächste Sitzung, bei der es dann erstmals um Sachthemen gehen wird, findet am 15. Juni statt. Zuvor werden sich drei Ausschüsse konstituieren und entsprechend ihrer Aufgabe Themen vorbereitend bearbeiten: Das wären im Einzelnen der Haupt- und Finanzausschuss, der Ausschuss für Bau-, Grundstücks-, Landwirtschaft und Umwelt sowie der Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur und Sport. Auf Hinweis von Lena Siemon Marques, die den Fraktionsvorsitz bei der UGL innehat, soll dafür gesorgt werden, dass das Parlament, insbesondere die neuen Mitglieder, ausreichend Informationen zum Thema Gemeinde-Fusion mit Wetter und Lahntal erhalten, um in dieser Sache schnell auf einem einheitlichen Wissenstand zu sein.

Angebote ohne Internet-Zugang

Daraus entspann sich kurz eine Diskussion darüber, den Bürgerentscheid möglicherweise zu verschieben, falls es nicht möglich sein sollte, ausreichende Präsenz-Info-Veranstaltungen wegen Corona anbieten zu können, wobei diese doch auch auf Gemeindegebiet stattfinden sollten.

Alle drei Fraktionen möchten sicherstellen, dass auch Menschen ohne Internet-Zugang klare Angebote wohnortnah gemacht bekommen, wo sie sich informieren und Fragen stellen können. Die Abstimmung im September mache nur Sinn, wenn möglichst viele Wählerinnen und Wähler ausreichend Wissen darüber haben, was die Konsequenzen einer Zustimmung, aber auch einer Ablehnung sind.

Von Götz Schaub