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Nordkreis Wilke-Wurst gab‘s auch im Kreis
Landkreis Nordkreis Wilke-Wurst gab‘s auch im Kreis
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20:29 04.10.2019
Im Fall von verseuchter Wurst ermittelt die Staatsanwaltschaft. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Twistetal

Weltweite Rückrufaktion aller Produkte, Antrag auf vorläufige Insolvenz: Das Unternehmen im nordhessischen Twistetal-Berndorf ist aufgrund zweier Todesfälle durch mit Listerien verseuchte Wurstprodukte schwer angeschlagen.

Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Kassel wegen fahrlässiger Tötung gegen die nordhessische Firma, bei der 200 Mitarbeiter beschäftigt sind. Laut Behörden gibt es 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma im ­Zusammenhang stehen könnten. Die Behörden hatten zunächst erklärt, die Veröffentlichung einer Liste betroffener Waren sei nicht nötig, da alle Produkte von Wilke auch als solche deklariert seien.

Entgegen dieser ­anfänglichen Annahme verkaufte Wilke durchaus auch unter fremdem Namen: Der Großhändler Metro nahm alle Wilke-Produkte aus dem Sortiment – darunter auch Metro-Eigenmarken. Im Kreis Marburg-Biedenkopf wurden Wilke-Waren über einen Großhändler mit Sitz in Cölbe verkauft. Weitere, von der OP befragte Einzelhandelsketten führten dagegen keine Wurstwaren von Wilke im Sortiment.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts schwankt die Zahl der Infektionen – der Listeriose – zwischen 300 und 600 Fällen pro Jahr. Im Durchschnitt endeten sieben Prozent davon tödlich.

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