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Nordkreis Wollmarer Grenzgang hat einen Festwirt
Landkreis Nordkreis Wollmarer Grenzgang hat einen Festwirt
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00:18 26.06.2019
Festwirt Julian Dielenhein, Klaus-Peter Fett, Stefan Schmidt und Mario Holzapfel bei der Vertragsunterzeichnung. Quelle: Götz Schaub
Wollmar

Zentraler Punkt einer jeden Festplanung ist die Verköstigung. Diese zu organisieren ist durchaus kein Selbstläufer, schon gar nicht, wenn das Fest nicht nur über mehrere Tage geht, sondern auch noch umfangreiche Verköstigung auf Frühstücksplätzen im freien Feld gewünscht wird, wo es weit und breit keinen Wasseranschluss, geschweige denn Stromanschluss gibt. Wenn man dann, wie der Grenzgangverein Wollmar, auch noch einen Sonderwunsch hat, nämlich dass die Verköstigung am besten aus der Region kommen sollte, dann wird es schon sehr schwierig. Oder man ruft Julian Dielenhein an. Der wohnt zwar in Korbach, hat aber viele Kontakte in die Region und arbeitet dabei auch mit der Metzgerei Thorsten Wagner in Wollmar zusammen.

„Da wissen wir genau, was wir bekommen“, sagt ein erfreuter Klaus-Peter Fett, Vorsitzender des Grenzgangvereins. „Der Plan war, dass Essen und Getränke in einer Hand sind“, sagt Mario Holzapfel, Fetts Stellvertreter. Und das „Flüssige“, so Fett, sollte auch einen möglichst kurzen Weg nehmen. Die Wahl fiel da schnell auf die Bosch-Brauerei aus Bad Laasphe, deren Erzeugnisse in der Großgemeinde Münchhausen durchaus öfter nachgefragt werden.

Festwirt hat Erfahrung mit großen Veranstaltungen

Schnell waren sich Dielenhein und ­Stefan Schmidt, Außendienstmitarbeiter der Brauerei Bosch, einig und so konnten nun die verbindlichen Unterschriften zur Beauftragung geleistet werden. Dielenhein ist Selbstständiger, der aber jede Menge Erfahrung mit großen Festen hat. Im benachbarten Sauerland hat er schon einige Schützenfeste abgewickelt. Und wer diese Tradition im Sauerland kennt, weiß, dass das immer sehr große Veranstaltungen sind, bei denen stets ein ganzes Dorf auf den Beinen ist.

So soll es in Wollmar nächstes Jahr auch beim Grenzgangfest wieder sein. Für den Festwirt durchaus eine Herausforderung, denn einen Grenzgang in der Größe von Wollmar, hat er noch nie betreut. Und Fett verrät, dass man durchaus in noch größeren Dimensionen denkt als 2013 – jedenfalls soll sich das Festzelt noch einmal vergrößern.

"Stehender Festzug" geplant

Die Herausforderung besteht auch in der Beweglichkeit, Essen und Trinken an den insgesamt drei Frühstücksplätzen anbieten zu können. Dieses Unternehmen raubt dem Festwirt jedoch nicht den Schlaf, er hat seine Leute und Kontakte und ­organisiert entsprechend.

Von diesen Arbeiten entlastet kann sich der Grenzgangverein den weiteren Vorbereitungen widmen. Und da hat er noch einiges zu tun. Nicht ganz ohne Stolz verkündet Klaus-Peter Fett eine weitere Grundsatzentscheidung. Man möchte am Grenzgangfest-Sonntag für die Besucher von nah und fern noch einmal einen „stehenden Festzug“ anbieten.

Einer, der nicht auf Kommerz ausgerichtet ist, sondern eine möglichst große Vielfalt aufzeigt, wie in früheren Zeiten auf dem Land gelebt und gearbeitet wurde. Dazu möchte man die historischen Arbeitsschritte aus der Landwirtschaft sehr authentisch auf den Höfen des Dorfers demonstrieren. „Dazu werden wir mit den Besitzern sprechen, was bei ihnen möglich sein kann“, kündigt Fett an.

Hintergrund

Das Grenzgangfest in Wollmar findet am ersten September-Wochenende im nächsten Jahr statt. Offiziell beginnt es am Donnerstag, 3. September mit einer Gedenkfeier am Ehrenmal. Am 4. und 5. sind die beiden Grenzgang-Tage, die jeweils abends mit Livemusik im Festzelt ihren Abschluss finden. Am Sonntag folgt der Festzug inklusive der traditionellen Freiluftaufführung „Schauplatz der Geschichte“ und Volksfest im Festzelt. Am Montag, 7. September, wird dann noch ein ausgiebiger Frühschoppen gefeiert. Intern sind alle, die am stehenden Festzug teilnehmen und ältere Mitbürger des Ortes eingeladen, der Generalprobe des Freiluft-Schauspiels am Mittwoch, 2. September beizuwohnen.

von Götz Schaub