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Nordkreis Rückt der Nordkreis zusammen?
Landkreis Nordkreis Rückt der Nordkreis zusammen?
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08:00 04.09.2020
Blick auf die Stadt Wetter. Wird sie demnächst zu einer Großgemeinde gehören?  Quelle: Tobias Hirsch
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Wetter

Kinderbetreuung, Geschwindigkeitsüberwachung oder LEADER-Region: Das sind nur einige kommunale Aufgaben, bei denen Nordkreis-Kommunen eng zusammenarbeiten, sich damit teils Personal oder Infrastruktur teilen. Auf diese Weise sparen sie Ressourcen. Dennoch gibt es Grenzen – politisch wie geografisch. Zu beachten ist auch die kommunale Selbstverwaltung. Für die Kommunen Münchhausen, Wetter, Lahntal und Cölbe stellt sich allerdings die Frage, wie sie künftig noch enger zusammenarbeiten können. Es gibt auch die Überlegung, ob gar aus den vier Kommunen eine große Nordkreis-Kommune werden kann.

Potenzial sieht zumindest eine Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Zusammenarbeit, die nun öffentlich vorgestellt wurde. „Vertiefte interkommunale Zusammenarbeit der Nordkreis-Kommunen“ lautet der Titel der Studie, die einen Blick auf Vergangenheit, Ist-Stand und Zukunftsperspektiven der vier Nachbarn wirft und verschiedene rechtliche Varianten einer neuen Kooperation aufzeigt. Finanziert wurde die Studie vom Land Hessen.

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Eine mögliche Fusion ist nicht zum ersten Mal im Gespräch, kommunale Annäherungsversuche in den vergangenen Jahren, in den Parlamenten eine koordinierte Vorgehensweise zu erreichen, scheiterten früher daran, dass einigen die Auswirkung zu weitreichend erschien, vielen ging die Verschmelzung einzelner oder aller Kommunen zu weit. Drei der vier Bürgermeister stehen einem Zusammenschluss offen gegenüber: Kai-Uwe Spanka (Wetter), Münchhausens Bürgermeister Peter Funk und Lahntals Bürgermeister Manfred Apell. Letztlich – und darüber sind sich alle drei Rathauschefs einig – entscheiden die Bürger, ob die Kommunen fusionieren sollen. Cölbes Bürgermeister Dr. Jens Ried steht einem solchem Vorhaben skeptisch gegenüber. Aus seiner Sicht habe die Studie keine Argumente geliefert, dass die Bürger von Cölbe Vorteile von einer Fusion hätten. Am Ende – so glaubt er – sei nicht klar, ob für die Nordkreisgemeinde die Nachteile überwiegen werden.

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie (kostenpflichtig) hier: Wie eng rückt der Norden zusammen?

von Ina Tannert