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Nordkreis Es geht um Ideen für ein gutes Miteinander
Landkreis Nordkreis Es geht um Ideen für ein gutes Miteinander
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15:12 07.11.2021
Der Otto-Ubbelohde-Rundweg führt zu malerischen Plätzen in Goßfelden. Er ist ein Beispiel für die Förderung von sanften Tourismus. Als Teil der Zukunftskonferenz können gerne weitere touristische Angebote diskutiert werden.
Der Otto-Ubbelohde-Rundweg führt zu malerischen Plätzen in Goßfelden. Er ist ein Beispiel für die Förderung von sanften Tourismus. Als Teil der Zukunftskonferenz können gerne weitere touristische Angebote diskutiert werden. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Lahntal

Von ursprünglich drei Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Themenschwerpunkten widmeten, blieb nur eine aktiv, soweit dies auch im Lockdown und den Corona-Vorgaben möglich war. Dabei handelt es sich um die Gruppe, die sich um mehr Biodiversität in der Gemeinde bemüht.

Neues Leben einhauchen

CDU-Mann Michael Nies wurde nun in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Haupt- und Finanz-Ausschusses automatisch auch als Vorsitzender der Zukunftskonferenz damit betraut, diese mit ihren Arbeitsgruppen wieder anzukurbeln und ihnen neues Leben einzuhauchen. Dabei stellt er heraus, dass er das nicht als einmalige Aufgabe ansieht, sondern dafür Sorge tragen möchte, die Strukturen so zu verändern, dass es zu einem stetigen Informationsfluss mit dem Ausschuss und damit auch mit dem Parlament kommt und sich niemand abgehängt fühlen muss.

„Es ist nun mal so, dass manche Ideen nicht von heute auf morgen umzusetzen sind, zumal wenn sie Geld kosten“, sagt Nies. Aber es sei wichtig, zu wissen, dass es die Ideen gibt und dass man sie dann, wann immer es geht auch in den weiteren Planungen berücksichtigt“, führt er weiter aus. Es dürfe nicht sein, dass die Themen aus den Arbeitsgruppen die politischen Gremien nicht erreichen. Das führe dann schnell zu Frust und Motivationslosigkeit, sich weiter einzusetzen.

„Wir wollen aber gerade, dass sich Bürgerinnen und Bürger in diesen Gruppen einsetzen, ihre Fähigkeiten und auch ihr mögliches Fachwissen für die Allgemeinheit nutzen“, so Nies. Es gebe so viele wichtige Themen, die in der Alltagspolitik einfach zu kurz kommen, aber für ein besseres Miteinander in der Gemeinde sorgen können. Nicht umsonst heißt auch eine Arbeitsgruppe genau so, nämlich „Miteinander in Lahntal“. Für diese Gruppe wird bereits zum morgigen 9. November, ab 19 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Göttingen eingeladen. Gerne können sich bisherige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch neue Interessierte dort engagieren. Zum Start gibt der bisherige Sprecher der Gruppe, Jürgen Seip, einen Überblick, ehe dann ein neuer Sprecher oder eine neue Sprecherin gewählt wird. Dann soll es um die Ausrichtung der Gruppe gehen, sprich, welche Themen angegangen werden sollen.

Jeder kann sich einbringen

Die Gruppe „Planen, Bauen, Mobilität“ soll dann am 16. November ebenfalls in Göttingen wieder zusammenkommen, beziehungsweise sich neu finden. Nies verspricht, sich als Koordinator und Unterstützer der Gruppen einzubringen, darauf zu achten, dass es auch eine „Öffentlichkeit“ gibt, wenn Ergebnisse vorliegen. Dazu sei es auch ganz wichtig, dass Ansprechpartner der Gruppen auf der Homepage der Gemeinde Lahntal zu finden sind, damit sich immer wieder Interessierte informieren können oder eben noch einsteigen können.

Den Arbeitsgruppen müsse auch erlaubt sein, Referenten zu bestimmten Themen einzuladen, um sich umfassender informieren zu können, um dann bessere Konzepte und Ideen zu erarbeiten, etwa zur Integration von Neubürgern oder Flüchtlingen in den Dörfern, wie die Friedhöfe weiterentwickelt werden könnten, wie Baugebiete ausgestattet werden sollen, was in Sachen Energiegewinnung und Klimaschutz möglich sein könnte, wie touristische Ziele in Lahntal entwickelt werden können, was für Jugendliche in Lahntal wichtig ist.

Nies hofft, dass sich viele jeden Alters angesprochen fühlen, sich zu engagieren. „Je breiter wir aufgestellt sind, umso besser“, meint er.

Von Götz Schaub